„Nicht reden, tun“: Mit diesem Motto hat der Bad Wörishofer Hotelier Luis Hillebrand nun schon die fünfte Hilfslieferung in die Ukraine geschafft, die weiterhin von Russlands Angriffskrieg erschüttert wird.

Hillebrand, der sich selbst als engagierten Humanisten bezeichnet, steuerte erneut persönlich und von Helfern begleitet die Stadt Czernowitz im Südwesten der Ukraine an. Dabei handele es sich um eine Region, die seit „Beginn des Krieges unzählige Binnenflüchtlinge aufnimmt und an ihre logistischen und medizinischen Grenzen stößt“, wie Hillebrand nach der Rückkehr berichtet. Das treibt ihn an. „Jede Fahrt bringt uns näher an das, was zählt: Menschlichkeit, Mitgefühl und konkrete Hilfe“, so Hillebrand.

Das war in dem Laster, mit dem Hillebrand in die Ukraine gefahren ist

Mitgebracht hat er diesmal einen Kleinlaster voll mit dringend benötigten Medikamenten, Spielsachen, Kleidung, Decken, Hygieneartikeln und Geldspenden. Vor Ort sorgten Hillebrand und sein Team zudem dafür, das bis zuletzt klar ist, wo die Spenden gelandet sind. Persönlich übergeben wurden Hilfsgüter an die Kinderklinik von Czernowitz, das Kinder- und Soldatentraumazentrum, sowie an die „Charitable Foundation“, eine NGO, die nach eigenen Angaben über 80.000 Binnenflüchtlinge in der Region sowie mehrere Krankenhäuser unterstützt.

Kaum zurück in Bad Wörishofen plant Hillebrand schon die nächste Hilfslieferung, die Spendensammlung dafür läuft bereits an. Im Rahmen des Südtirol-Festes, das vom 29. Mai bis 31. Mai in Bad Wörishofen stattfindet, wird Geld gesammelt, ein Teil der Einnahmen geht an die Ukrainehilfe.

In Czernowitz übergaben Luis Hillebrand und sein Team die Spenden unter anderem an eine lokale Hilfsorganisation.

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In Czernowitz übergaben Luis Hillebrand und sein Team die Spenden unter anderem an eine lokale Hilfsorganisation.
Foto: Hillebrand

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In Czernowitz übergaben Luis Hillebrand und sein Team die Spenden unter anderem an eine lokale Hilfsorganisation.
Foto: Hillebrand

Mit der Aktion möchten die Veranstalter gemeinsam mit den Gästen ein weiteres Zeichen der Solidarität setzen und die wichtige Hilfsarbeit nachhaltig unterstützen. Die nächste Hilfslieferung ist bereits für Frühjahr 2027 geplant.

Vor Ort arbeiteten Luis Hillebrand und sein Begleiterteam eng mit Prof. Dr. Wolodymyr Kuschnery von der Universität Czernowitz sowie Andrey Yuziak vom Heimatschutz zusammen – beide koordinieren seit Beginn des Krieges Hilfsmaßnahmen für die Stadt.

„Tiefe Dankbarkeit und Hoffnung spürbar“

Die Reise war logistisch fordernd: Mehr als 3850 Kilometer legte das Team in fünf Tagen zurück, darunter über acht Stunden Wartezeit an der ukrainischen Grenze. „Und doch waren es gerade die Begegnungen mit den Menschen vor Ort – den Kindern, Kranken, Helfenden und Schutzsuchenden – die tiefe Dankbarkeit und Hoffnung spürbar machten“, berichtet Hillebrand.

Die gesamte Koordination der Hilfsreise lag bei Luis Hillebrand, unterstützt von Dr. Walter Dariz, einem Arzt, der medizinisch beraten und begleitet hat, und Josef Fleischmann, einem Mitglied des Organisationsteam vom Südtirol Fest.

Hillebrand: „Auch bei der mittlerweile fünften Hilfslieferung ist die Spendenbereitschaft erneut überwältigend groß. Dafür möchten wir uns von Herzen bei allen Spendern bedanken. Jede Unterstützung macht dringend benötigte Hilfe direkt vor Ort möglich.“ (mz)