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Doha (Katar) – Bei einer Explosion in einem Hafen in Katar sind mindestens 13 Menschen getötet worden. Mindestens 60 weitere wurden verletzt. Energieminister Saad Scherida al-Kaabi sprach am Montag von einem Unfall an einem Gasexportterminal. Die Rettungskräfte suchen noch immer nach Vermissten.
Der Wüstenstaat Katar war ebenso wie andere Golfstaaten seit Beginn des Iran-Kriegs zur Zielscheibe iranischer Luftangriffe geworden. Ins Visier geriet dabei insbesondere die Energieinfrastruktur des Landes. Die Explosion in dem Industriegebiet in Ras Laffan (rund 60 Kilometer nördlich von Doha) wurde aber auf einen „technischen Zwischenfall“ zurückgeführt, erklärte das Innenministerium auf einer Pressekonferenz am Montag.

Katars Energieminister Saad Scherida al-Kaabi
Foto: KARIM JAAFAR/AFP
Brand mittlerweile unter Kontrolle
Dem staatlichen Energiekonzern „Qatar Energy“ zufolge ereignete sich die Explosion bereits am Sonntagabend „während der Inbetriebnahme von Anlagen im Industriegebiet Ras Laffan“. Dort waren Arbeiter dabei den Betrieb wieder aufzunehmen – nachdem die Anlage zuvor im Krieg von Iran bombardiert worden war und anschließend für mehrere Wochen nicht betrieben wurde. In der Folge sei es zu einer Explosion und einem Brand in der lokalen Gasversorgungsanlage Barsan gekommen.
Am späten Abend teilte „Qatar Energy“ mit, der Brand sei von Rettungskräften unter Kontrolle gebracht worden. Energieminister Saad Scherida al-Kaabi: „Ich möchte betonen, dass es sich um einen Unfall handelte und nicht um Sabotage oder einen feindseligen Akt.“

Der Nachthimmel über dem Industriegebiet in Ras Laffan leuchtet nach der Explosion feuerrot
Foto: X
Die Explosion sei „internen Ursprungs“ gewesen, erklärte das Innenministerium im Onlinedienst X. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichten von einer lauten Detonation im Norden von Doha, die in der gesamten Stadt zu spüren gewesen sei.
Weltweit größte Flüssigerdgas-Produktionsstätte
In dem Industriekomplex in Ras Laffan befindet sich die weltweit größte Produktionsstätte von Flüssigerdgas (LNG). Die Explosion könnte die im Zuge des Iran-Kriegs unter Druck geratenen Energiemärkte weiter belasten. Das genaue Ausmaß der Schäden ist noch unbekannt.