Brennhaare lösen Reizungen aus

Eichenprozessionsspinner: Badesee in München betroffen

Aktualisiert am 22.06.2026 – 23:01 UhrLesedauer: 2 Min.

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Eichenprozessionsspinner an einem Baum (Archivbild): Sie können Juckreiz, Ausschläge, Augenreizungen, Atemwegsbeschwerden und allergische Reaktionen auslösen. (Quelle: Mario Hagen/imago)

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Der Eichenprozessionsspinner sorgt vielerorts für Warnungen. Neben einem bestätigten Fall im Stadtgebiet ist nun auch ein Badesee betroffen.

Sie zählen zur Plage des Sommers: In ganz Deutschland breitet sich eine giftige Raupenart aus. Es geht um die sogenannten Eichenprozessionsspinner. Sie ziehen lange, dünne und kaum erkennbare Haare hinter sich her, die bei Kontakt mit menschlicher Haut starke Schmerzen und Allergien auslösen können. Zahlreiche Städte melden mittlerweile eine steigende Anzahl an Fällen – darunter auch Nürnberg und Frankfurt.

In München gibt es in diesem Jahr bislang nur einen bestätigten Befall mit dem Eichenprozessionsspinner. Das teilte das Referat für Klima- und Umweltschutz auf Anfrage der Lokalredaktion von t-online in München mit.

Grünanlage und Badesee betroffen

Der bestätigte Fall betrifft eine Grünanlage am Stadtrand im Münchner Westen. Insgesamt gingen bei der Stadt bislang rund 25 Verdachtsmeldungen ein. Wie eine t-online Reporterin außerdem berichtet, ist auch am Langwieder See, einem Badesee im Nordwesten der Stadt, ein Teil aufgrund des Eichenprozessionsspinners abgesperrt.

Die festgestellte Befallsstärke bewege sich bislang „auf einem an Null grenzenden Niveau“, teilte die Stadt mit. Im Jahr 2025 habe es in München keinen bestätigten Befall gegeben, 2026 bislang einen einzigen.

Fachfirmen übernehmen Beseitigung

Bei bestätigtem Befall können private Eigentümer oder betroffene Träger zur Bekämpfung verpflichtet werden, wenn eine Gefährdung des Umfelds anzunehmen ist. Die Beseitigung erfolgt in der Regel durch Fachfirmen. Das Gesundheitsreferat kontrolliert außerdem die Umgebung des betroffenen Areals, mögliche Absperrungen und den Erfolg der Bekämpfung.

Wer Raupen oder Nester entdeckt, sollte Abstand halten und sie nicht berühren. Gefährlich sind vor allem die feinen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners: Sie können Juckreiz, Ausschlag, Augenreizungen und Atemwegsbeschwerden auslösen. Mehr dazu erfahren Sie hier.