Die Hitzewelle treibt in Deutschland die Strompreise steil nach oben. Während die Strompreise für Stromkunden (bei dynamischen Tarifen) am Montag bis auf 56 Cent je kwh nach oben getrieben werden, geht es am Dienstag mit den Strompreisen noch viel steiler nach oben. Für Stromkunden mit dynamischen Tarifen steigen die Strompreise am Dienstagabend bis auf 93 Cent je KWh, zeigt die Entwicklung der Strompreise für Stromkunden beim Stromanbieter von dynamischen Stromtarifen Tibber.
Schuld ist die große Abhängigkeit der Strompreise von den stark schwankenden Erzeugungsmengen bei Solarstrom und Windstrom. Hinter dem steilen Anstieg der Verbraucherpreise für Strom stecket ein ebenso steiler Anstieg der Börsenstrompreise. Am Day-Ahead Markt steigen die Strompreise am Montagabend in der Spitze auf 37 Cent. Am Dienstagabend schießt der Strompreis am Day-Ahead-Markt dann zwischen 19:00 und 22:00 Uhr nach Tibberdaten zeitweise bis auf weit über 60 Cent – bis zu 73 Cent je KWh nach oben – und für Tibberkunden klettern die Strompreise dann in der Folge bis auf 93 Cent je KWh (einschließlich Steuern und Abgaben).
Die tiefsten Strompreise für Verbraucher (Tibberkunden) liegen am Montagmittag immerhin bei 23,4 Cent (Börsenstrom 3,4 Cent) und am Dienstagmittag bei 26,6 Cent je KWh (Börsenstrom 6,6 Cent). Das ergibt sich für Montag im Tagesverlauf eine gewaltige Preispanne bei den Verbraucherpreise für Strom von 33 Cent – und am Dienstag sogar von 66 Cent, an nur einem Tag!!!
Der durchschnittliche Strompreis (Tagesmittel) für den Dienstag liegt für Tibber-Stromkunden immer noch bei 40,6 Cent je kwh (einschließlich Sterun und Abgaben) und für den Montag bei 34,6 Cent. Aber es dürfte mit den hohen Strompreisen diese Woche wohl noch weiter gehen, denn die Temperaturen steigen im Wochenverlauf weiter steil an und viele Klimaanlagen laufen auf Hochtouren – und es weht weiter nur wenig Wind und jeden Abend wird es dunkel (kein Solar mehr).
Zum Vergleich: Der Strompreis für Neukunden (ohne dynamische Tarife) liegt heute (22.06) gerade einmal bei 22,7 Cent je kWh (inklusive Steuern und Abgaben), ohne dass man auf die Tageszeit für seinen Strom-Verbrauch achten muss. Ursache für die sehr niedrigen Neukundenpreise sind offenbar die sehr vielen (rekordhohen) Stunden mit negativen Strompreisen bzw. sehr niedrigen Strompreisen in den letzten Wochen.
Das hat die Kosten für den Stromeinkauf der Versorger nach unten gedrückt und die Kosten für Steuerzahler nach oben getrieben (sie zahlen die Preise für den verschenkten Strom plus die EEG-Vergütung der Einspeiser).