Wegen der starken Regenfälle wurden die 68.324 Zuschauer mit Beginn der Halbzeit aufgefordert, die Tribünen zu verlassen. Auch Frankreichs Trainer Didier Deschamps meinte: „Wir haben uns lange unterstellen müssen.“ Helfer rückten an, um das Spielfeld von den Wassermassen zu befreien.
Sportlich gelang Frankreichs Superstar Kylian Mbappé bereits der zweite Doppelpack im zweiten Spiel des Turniers: Der Stürmer von Real Madrid traf in der 14. und 54. Minute. Das 3:0 erzielte Weltfußballer Ousmane Dembélé (66.).
In der ewigen Torschützenliste aller WM-Turniere kommt Mbappé nun genau wie Deutschlands Weltmeister Miroslav Klose auf 16 Treffer. Der Argentinier Lionel Messi hatte die alleinige Führung in dieser Wertung zuvor beim 2:0 (1:0) gegen Österreich übernommen. Er hat jetzt insgesamt 18 Mal bei Fußball-Weltmeisterschaften getroffen.
Wie Mbappé: Haaland trifft doppelt
Vor 80.663 Zuschauern in East Rutherford brachte Marcus Pedersen die Norweger in der 43. Minute in Führung. Der frühere Dortmunder Haaland (48./58.) legte das 2:0 und 3:1 nach. Ismaila Sarr (53./90.+3) erzielte beide Treffer für die Westafrikaner.
Das zweite Gegentor in der Nachspielzeit könnte den Norwegern noch wehtun. Denn wäre es beim 3:1 geblieben, wären sie als Tabellenführer in das letzte Gruppenspiel gegen Frankreich gegangen. So müssen sie Mbappé und Co. schlagen, um Gruppensieger zu werden. Der Erste dieser Gruppe I ist ein möglicher deutscher Gegner im Achtelfinale dieser WM, falls die DFB-Elf in der ersten K.o-Runde gewinnt.
Algerien zeigt Comeback-Qualitäten gegen Jordanien
Das Team um die Bundesliga-Profis Ibrahim Maza von Bayer Leverkusen und Ramy Bensebaini von Borussia Dortmund hat nun nach zwei Partien drei Punkte und das Weiterkommen zum Abschluss der Gruppenphase gegen Österreich selbst in der Hand. Jordanien kann den letzten Tabellenplatz in Gruppe J dagegen selbst bei einem Sensationserfolg gegen Titelverteidiger Argentinien nicht mehr verlassen.
Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion brachte Nizar Al-Rashdan Jordanien in der 36. Minute zunächst in Führung. Der eingewechselte Nadhir Benbouali (69.) sowie Amine Gouiri (82.) drehten die Partie jedoch noch für Algerien.