Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Mann mäht Rasen – und stößt auf bewaffnete Drohne

Aktualisiert am 23.06.2026 – 06:29 UhrLesedauer: 8 Min.

Über der Ukraine;: In dem Kriegsland entwickeln beide Konkurrenten die Drohnen weiter. Helsing ist dabei schon länger im Einsatz und beliefert die Ukraine auch tausendfach.Vergrößern des Bildes

Kamikazedrohne über der Ukraine: Das in Estland gefundene Exemplar dürfte bei einem ukrainischen Angriff auf Russland abgelenkt worden sein. (Quelle: Helsing)

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Ein Mann in Estland ist auf eine scharfe Drohne gestoßen. Die Krim-Hafenstadt Sewastopol sagt Open-Air-Veranstaltungen ab. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Ukrainische Drohnen: Honduras will sie für Kampf gegen Drogen

Für den Grenzschutz und den Kampf gegen Drogen will Honduras Drohnen aus der Ukraine kaufen. „Mit ihrer Technologie kann uns die Ukraine sehr dabei helfen, unsere Grenzen noch besser zu sichern und den Drogenhandel zu bekämpfen“, sagte Honduras‘ Präsident Nasry Asfura am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Asfura hatte sich am Freitag in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Dieser bot dem zentralamerikanischen Land Militärtechnologie an, insbesondere die Lieferung von Drohnen. Die Ukraine setzt seit Beginn der russischen Invasion 2022 in hohem Maße auf Drohnen.

Honduras wird seit Jahren von Gewalt zwischen Drogenclans, Straßenbanden und korrupten Sicherheitskräften erschüttert. Die Mordrate liegt bei 24 pro 100.000 Einwohner und ist damit fast viermal so hoch wie der weltweite Durchschnitt.

Fabrik in Russland brennt nach Raketenangriff

Der Marschflugkörper Storm Shadow während der Paris Air Show in Le Bourget, nördlich von Paris (Archivbild).Vergrößern des BildesDer Marschflugkörper Storm Shadow während der Paris Air Show in Le Bourget, nördlich von Paris (Archivbild). (Quelle: Lewis Joly)

In der westrussischen Millionenstadt Woronesch ist offiziellen Angaben nach eine Rüstungsfabrik bei einem Angriff mit Marschflugkörpern beschädigt worden. Dabei wurden fünf Menschen getötet und Dutzende leicht verletzt, wie der Gouverneur der Region Woronesch, Alexander Gussew, auf Telegram schrieb. Seiner Darstellung nach vernichtete die Flugabwehr mehrere „fliegende Hochgeschwindigkeitsziele“ über der Stadt, zugleich räumte er Schäden in den Produktionshallen eines Unternehmens ein. Ein Brand in dem Werk sei gelöscht worden. Zudem seien die Fassaden mehrerer Wohnblocks und einige Autos beschädigt worden, schrieb er.

Der ukrainische Generalstab bestätigte später in einer Mitteilung den Angriff. Demzufolge wurde eine Fabrik getroffen, die elektronische Bauteile für Raketen produziert. Dadurch sei die Fähigkeit Russlands erheblich verschlechtert worden, neue Raketen zu produzieren, hieß es. Zum Einsatz seien luftbasierte Marschflugkörper gekommen. Diese werden von Flugzeugen abgeschossen. Kiew verfügt über Marschflugkörper des britischen Typs Storm Shadow aus britischer Produktion.

Die in sozialen Netzwerken kursierenden Bilder und Videos deuten auf schwere Schäden am Werk hin. Woronesch ist nur etwas mehr als 180 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Ukraine attackiert russisches Zentrum für Weltraumkommunikation

Ukrainische Drohnen haben das Zentrum für Weltraumkommunikation in der Stadt Dubna 120 Kilometer nördlich von Moskau angegriffen. Den vom Generalstab in Kiew gemeldeten Angriff bestätigten später staatliche russische Stellen. „Die Funktionstüchtigkeit der TV-Ausstrahlung und des Nachrichtenverkehrs wurde nicht gestört“, teilte der Pressedienst des russischen Betreibers von Kommunikationssatelliten mit. Die Folgen des Angriffs würden beseitigt, Personal sei nicht zu Schaden gekommen, heißt es weiter in der Mitteilung. Die Ukraine machte keine Angaben zu den Folgen.