Es wird nie langweilig am Flughafen Frankfurt: Nachdem im April 2026 das neue Terminal 3 eröffnet und in Betrieb genommen wurde, während Terminal 2 zwecks Umbau und Modernisierung geschlossen wurde, und es Anfang Juni zu einem Boeing-Unfall auf dem Rollfeld des Flughafens kam, gibt es auch um die neue, vollautomatisierte Skyline-Bahn Aufregung. Ende Mai 2026 kam es wiederholt zu technischen Störungen, wodurch die fahrerlosen Züge wiederholt auf der Strecke stehen geblieben waren, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Daraufhin wurde der Betrieb vorerst eingestellt. Das bedeutete laut dpa für Reisende, dass sie mehr Zeit für den Terminalwechsel einplanen mussten, da sie auf Shuttle-Busse umsteigen mussten.

Nun gibt es gute Nachrichten: Wenige Wochen vor dem Start der Sommerferien in Hessen, die am 29. Juni 2026 beginnen, fährt die Skyline-Bahn wieder, berichtet die hessenschau. Doch es gibt einige Einschränkungen, die Flughafen-Besuchende kennen sollten.

Skyline-Bahn am Flughafen Frankfurt fährt wieder: Was war das Problem?

Grund für die vorübergehende Außerbetriebnahme waren einer Pressemitteilung des Flughafenbetreibers Fraport zufolge „wiederkehrende technische Störungen, deren Ursachen im Vorfeld nicht erkennbar waren und sich erst im laufenden Betrieb unter zunehmender Auslastung gezeigt haben.“ Die neue Skyline-Bahn war erst wenige Wochen zuvor erstmals in Betrieb genommen worden, informiert hessenschau.

Laut Fraport wurden inzwischen an der Trasse technische Anpassungen vorgenommen, alle Fahrzeuge umfassend überprüft und mehrere Softwareupdates durchgeführt. Dadurch konnten die Ursachen der bisherigen Störungen behoben werden. Passagiere, Besucherinnen und Besucher sowie Beschäftigte können die Bahn, die zwischen den Terminals 1, 2 und 3 verkehrt, demnach seit Montag, den 15. Juni 2026, wieder nutzen. Doch es gibt einige Änderungen zu beachten.

Übrigens: Eine Auswertung legt nahe, dass der Flughafen Frankfurt weltweit zu den Flughäfen gehört, an denen am meisten Anschlussflüge verpasst werden.

Flughafen Frankfurt: Welche Einschränkungen bei der Skyline-Bahn sollten Reisende kennen?

Fraport zufolge startet der wiederaufgenommene Betrieb zunächst mit bis zu acht Fahrzeugen – laut einem Faktenblatt des Betreibers hat die neue Skyline-Bahn eigentlich 24 Fahrzeuge beziehungsweise zwölf Züge, da jeder Zug aus zwei Waggons besteht. Zudem ist die Bahn vorerst langsamer unterwegs: Laut Fraport wird sie zunächst mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde starten. Zuvor war sie mit bis zu 70 Stundenkilometern unterwegs. „Diese Geschwindigkeit wollen wir auch perspektivisch wieder erreichen“, sagte ein Fraport-Sprecher gegenüber hessenschau.

Im Normalbetrieb bringen die vollautomatischen Züge stündlich bis zu 4000 Personen pro Fahrtrichtung in rund acht Minuten über die Strecke, informiert die dpa. Die Einschränkungen dürften dafür sorgen, dass Reisende am Frankfurter Flughafen länger für die 5,6 Kilometer lange Strecke zwischen Regional- und Fernbahnhof und Terminal 3 brauchen. Deshalb sollte etwas mehr Zeit eingeplant werden.

Eine weitere Neuerung ist, dass Siemens Mobility, die für den technischen Betrieb der Bahn verantwortlich ist, weiterhin nächtliche Inspektionen durchführen wird – aufgrund notwendiger Streckenkontrollen und weiterer Optimierungen an den Fahrzeugen, teilt Fraport mit. Daher wird der Betrieb der Skyline-Bahn bis auf Weiteres nachts zwischen 23 und 4 Uhr eingestellt. In diesen Zeiträumen verkehrt stattdessen wieder der Bus-Shuttle zwischen den Terminals.

Für reguläre Flugpassagiere dürfte das allerdings wenig Auswirkungen haben: Wie das offizielle Stadtportal von Frankfurt informiert, gilt am Frankfurter Flughafen zwischen 23 und 5 Uhr ein absolutes Nachtflugverbot. Höchstens, wenn es wegen Witterungsbedingungen einen verspäteten Start gibt, könne das im Einzelfall bis 24 Uhr genehmigt werden. In diesen Fällen sollten Passagiere aber bereits vor Ort am Terminal sein und nicht mehr auf die Skyline-Bahn angewiesen sein.

Fraport weist zudem darauf hin, dass es sich trotz der umgesetzten Maßnahmen derzeit nicht vollständig ausschließen lasse, dass es vereinzelt noch zu technischen Störungen kommen kann.