Wolodymyr Selenksyj

Ukraine-News

von MDR AKTUELL

Stand: 23.06.2026 15:37 Uhr

15:31 Uhr

Ukraine: Eisenbahnbrücke auf der Krim zerstört

Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben eine Eisenbahnbrücke auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim zerstört. Das Militär teilte mit, die Brücke über den Nord-Krim-Kanal sei ein strategisch wichtiger Übergang gewesen, der für die Logistik der russischen Truppen große Bedeutung gehabt habe. Die ukrainischen Spezialkräfte erklärten auf Telegram, sie hätten in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Untergrund-Widerstandsbewegung zwei Angriffe auf die Brücke in der Nähe des Dorfes Rosdolne ausgeführt. (Quelle: Reuters)

15:27 Uhr

Putin wirft der Nato Kriegsvorbereitungen vor

Kremlchef Wladimir Putin hat der Nato vorgeworfen, einen Krieg gegen Russland vorzubereiten. Bislang hätten sich die Staaten des westlichen Bündnisses darauf beschränkt, die Ukraine zu unterstützen, sagte Putin. Nun werde im Westen offen davon gesprochen, „dass sie sich auf einen Krieg gegen uns vorbereiten und ihre Militär- und Offensivhaushalte aufstocken“.

Zudem wirft Putin der Ukraine vor, mit Angriffen auf zivile Ziele die russische Gesellschaft destabilisieren zu wollen. Angesichts dieser Angriffe sehe er keinen Grund für direkte Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, sagte Putin. (Quelle: dpa, Reuters)

13:35 Uhr

Selenskyj fährt nicht nach Polen

Wegen eines Geschichtsstreits mit Polen reist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht zu einer Wiederaufbaukonferenz nach Danzig (Gdansk). Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko teilte in Kiew mit, dass sie die ukrainische Delegation leiten werde. Polen ist einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine. Allerdings sind die Beziehungen derzeit angespannt wegen eines diplomatischen Streits. Dieser dreht sich um die Umbenennung einer ukrainischen Militäreinheit. Die Regierung in Kiew hat diese nach einer Truppe benannt, die während des Zweiten Weltkriegs gegen die Sowjets kämpfte, aber auch Massaker an Polen verübte. (Quellen: dpa, AFP)

Wolodymyr Selenksyj

12:15 Uhr

Mindestens drei Tote bei Beschuss in der Ukraine

In der südostukrainischen Industriestadt Krywyj Rih sind mindestens drei Menschen durch russischen Raketenbeschuss getötet worden. Weitere 19 seien verletzt worden, fünf davon schwer, teilte Militärverwaltungschef Olexander Wilkul auf Telegram mit. Demnach schlug eine Rakete in ein Objekt der zivilen Infrastruktur ein. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe vor einer ballistischen Rakete mit Kurs auf die Geburtsstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj gewarnt. (Quelle: dpa)

10:56 Uhr

Treibstoff-Krise in Russland weitet sich aus

In Russland weitet sich die Treibstoff-Krise aus. Nach verstärkten ukrainischen Angriffen auf Öl-Anlagen rationieren immer mehr Regionen den Verkauf von Benzin und Diesel. Im Gebiet Omsk in Sibirien wird den Behörden zufolge die Abgabe von Benzin auf 40 Liter pro Auto begrenzt. Einschränkungen werden auch aus den Regionen Nowosibirsk sowie Woronesch in Zentralrussland gemeldet. Auf der besetzten Halbinsel Krim gibt es schon länger Treibstoff-Probleme.

Ein "Kein-Benzin"-Schild an einer Tankstelle in der Stadt Orechowo-Sujewo östlich von Moskau.

10:26 Uhr

Angriff auf Saporischschja trifft Schule

Bei einem ukrainischen Angriff ist nach russischen Angaben ein Schulgebäude in dem von Russland kontrollierten Teil der ukrainischen Region Saporischschja beschädigt worden. Verletzte habe es nicht gegeben, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die örtlichen Behörden. Die Region Saporischschja liegt im Südosten der Ukraine und ist seit geraumer Zeit zum Teil von russischen Truppen besetzt. (Quelle: Reuters)

08:05 Uhr

Wieder Öl-Terminal auf der Krim angegriffen

Die Ukraine hat Medienberichten zufolge erneut Objekte in der russischen Schwarzmeer-Region Krasnodar und auf der von Moskau annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Getroffen worden seien auch ein Öl-Terminal und ein Öldepot nahe der Großstadt Kertsch im Osten der Krim, berichtete das Internetportal „Ukrajinska Prawda“. Auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge wurde demnach mit dem Hafen Kawkas im Gebiet Krasnodar ebenfalls eine schon früher attackierte Anlage erneut beschossen. Offiziell gab es keine Bestätigung für die Angriffe. Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete lediglich den Abschuss von 143 ukrainischen Drohnen, ohne weitere Angaben zu Orten und möglichen Schäden. (Quelle: dpa)

06:32 Uhr

Sechs Verletzte nach russischen Luftangriffen

Bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine wurden nach Angaben lokaler Behörden in der Nacht sechs Menschen verletzt. Zuvor waren bei einem ukrainischen Angriff auf ein Werk für Raketenelektronik in der russischen Grenzregion Woronesch laut des dortigen Gouverneurs fünf Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. (Quelle: Reuters)

03:55 Uhr

Russland lässt testet Bomber an Nato-Grenze

Mit Raketen bestückte Bomber vom Typ Tu-160 absolvieren nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums derzeit einen 16-stündigen Flug über der Barentssee und dem Europäischen Nordmeer. Der Routineflug in der neutralen Zone umfasse auch einen Test zur Luftbetankung, teilte das Ministerium mit. Die Maschinen würden von russischen MiG-31-Kampfjets und zeitweise von ausländischen Kampfflugzeugen begleitet. Zu welchen Ländern die Jets gehören, erklärte Moskau nicht. Die Flugroute verläuft teilweise an der Grenze zu den Nato-Mitgliedern Norwegen und Finnland. (Quelle: Reuters)

01:14 Uhr

Luftalarm in Kiew – Drohnenangriff auf Charkiw

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben die Behörden in der Nacht Luftalarm ausgelöst und dazu aufgerufen, Schutzräume aufzusuchen. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte in der vergangenen Woche vor einem massiven russischen Angriff gewarnt. Die zweitgrößte ukrainische Stadt Charkiw wurde nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow in der Nacht mit Drohnen und zwei Raketen angegriffen. Dabei sei eine Frau verletzt worden. (Quelle: Reuters)

Der Himmel über der Stadt Kiew erleuchtet

Der Himmel über Kiew.

00:05 Uhr

Die Ereignisse gestern – 22. Juni 2026

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben das russische Satellitenkommunikationszentrum in Dubna nördlich von Moskau angegriffen. Laut der russischen Satellitenkommunikationsgesellschaft (RSCC) ist die Anlage in Dubna die größte Satelliten-Bodenstation Russlands und eine der größten in Europa. Über den Umfang der Schäden ist bisher nichts bekannt.

Zudem griff die Ukraine ein Industriegebiet in Südrussland an, laut Regionalregierung starben dabei fünf Menschen. Ukrainischen Angaben zufolge zielte der Angriff auf die russische Raketenproduktion der Stadt Woronesch.

Die ukrainische Regierung hat eine Militärreform beschlossen, die vor allem die Soldaten an der Front entlasten soll. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow sagte, die geplante Reform sei „der erste Schritt für mehr Gerechtigkeit“ mit längeren Pausen für Frontsoldaten. Entlassungen für lange Dienstzeit seien aber nicht möglich, weil die Front sonst nicht haltbar wäre.

Zwei ukrainische Soldaten sitzen im Freien und schauen auf ein Smartphone.

Nach der Rücktrittsankündigung des britischen Premierministers Keir Starmer hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dessen Unterstützung im Abwehrkampf gegen Russland gelobt. Anders die Reaktion aus Moskau: „Keir Starmer hat sich in Bezug auf die russisch-britischen Beziehungen in keiner Weise hervorgetan“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

00:00 Uhr

Ukraine-News am Dienstag, 23. Juni 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Nachrichten und Hintergründe

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Welche Strategien verfolgen die russische Angreifer, welche die ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen zu militärischen Aspekten des Ukraine-Kriegs vom ehemaligen Nato-General Erhard Bühler.

Podcast Putins Krieg

Russland führt Krieg gegen die Ukraine. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Ukraine-Krieg.