Stand: 23.06.2026 15:51 Uhr
Angesichts der hohen Temperaturen in Niedersachsen in dieser Woche haben mehrere Schulen in Niedersachsen Hitzefrei angekündigt. Über Unterrichtsausfall an heißen Tagen entscheidet jede Schule selbst.
Bis Ende der Woche sollen die Temperaturen vielerorts in Niedersachsen die 30-Grad-Marke weit übersteigen. Lernen und Lehren ist dann schwer möglich – und immer mehr Schulen planen nun verkürzten Unterricht oder sagen ganz ab. Einige Beispiele:
- Das Kranich-Gymnasium in Salzgitter fährt nach NDR Informationen in dieser Woche mit einem eingeschränkten Unterrichtsplan. Unter anderem sind die Unterrichtsstunden kürzer.
- Die Domschule in Osnabrück teilte NDR Niedersachsen mit, dass sie am Donnerstag und Freitag nach der 4. Stunde Schluss macht.
- An der Otfried-Preußler-Schule in Hannover soll der Unterricht am Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils um 13 Uhr enden. Das teilte die Grundschule im Vorfeld mit. Wer eine Notbetreuung benötige, solle sich an das Ganztagsbüro wenden.
- In der Grundschule an der Uhlandstraße in Hannover fällt die Schule von Mittwoch bis Freitag komplett aus.
- Das Otto-Hahn-Gymnasium in Springe beendet den Unterricht am Mittwoch nach der 5. Stunde.
- Am Viktoria-Luise-Gymnasium in Hameln endet der Unterricht am Mittwoch und Donnerstag nach der 4. Stunde.
- An der Tellkampfschule in Hannover war am Dienstag nach der 4. Stunde hitzefrei. Bereits am Montag fiel dort der Unterricht ab Mittag aus.
Schulausfall bei Hitze: Das sind die Voraussetzungen
Während Schulausfall wegen Glätte immer im gesamten Landkreis, beziehungsweise an allen Schulen in einer kreisfreien Stadt gilt, entscheidet über Hitzefrei jede einzelne Schule selbst. Daher erhebt diese Seite keinen Anspruch auf Vollständigkeit aller Schulen mit Hitzefrei in Niedersachsen. Voraussetzung für Hitzefrei ist laut Kultusministerium, „dass der Unterricht durch hohe Temperaturen in den Schulräumen erheblich beeinträchtigt wird“ und andere Formen des Unterrichts nicht länger sinnvoll erscheinen. Das gilt für Grundschulen, die Mittelstufe und seit vergangenem Jahr auch für die Oberstufe.

Ob es Hitzefrei gibt, entscheidet jede Schule selbst.
Schule muss Aufsichtspflicht erfüllen
„Wir geben keine Außentemperaturen dafür vor“, hatte Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) mitgeteilt. Angesichts der Temperaturen in den Räumen und der Frage, wie weit die Klassen mit ihrem Stoff seien, könnten die Schulen dann Hitzefrei aussprechen oder eben nicht. Kommen Schülerinnen und Schüler trotz des angeordneten Unterrichtsausfalls zur Schule, muss die Schule ihre Aufsichtspflicht erfüllen. In der Grundschule dürfen Schülerinnen und Schüler zudem nur nach vorheriger Zustimmung der Erziehungsberechtigten nach Hause entlassen werden.
Hitzefrei auch an Berufsschulen möglich
An Berufsschulen kann der Unterricht „bei zu großer Hitze als Distanzunterricht von zu Hause oder in Form selbstorganisierten Lernens weitergeführt werden“, heißt es aus dem Kultusministerium. Zudem sei Hitzefrei nach fünf Unterrichtsstunden möglich.
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