Beim Public Viewing in Essen-Katernberg ist es am späten Samstagabend, 20. Juni, zu einer handfesten Auseinandersetzung gekommen. Am Ende mussten acht Menschen wegen leichter Verletzungen behandelt werden. Die Polizei in Essen ermittelt und bittet nun um Hinweise von Zeugen.
Ausgangspunkt der Ereignisse war nach bisherigen Erkenntnissen eine Autofahrerin. Gegen 22.50 Uhr wollte sie einen für das Public Viewing gesperrten Bereich an der Ecke Im Westerbruch und Kempers Weg durchqueren. Wegen der vielen Besucher kam ihr Wagen jedoch nur langsam voran. Als die Frau hupte, schleuderte eine bislang unbekannte Person einen Trinkbecher gegen die Heckscheibe des Autos. Doch das war erst der Anfang …
- Public Viewings werden in Nordrhein-Westfalen häufig durch private Veranstalter, Vereine oder Stadtteilinitiativen organisiert.
- Pfefferspray darf in Deutschland nur unter bestimmten Voraussetzungen mitgeführt und eingesetzt werden. Ein missbräuchlicher Einsatz kann strafrechtliche Folgen haben.
- Zeugen können bei laufenden Ermittlungen oft auch scheinbar unbedeutende Beobachtungen melden. Schon Hinweise zu Fluchtrichtungen oder Kleidung können für die Polizei wichtig sein.
Verbaler Konflikt eskaliert
Daraufhin stieg ein Mann aus dem Fahrzeug aus. Er bedrohte mehrere Anwesende und kündigte an, mit Verstärkung zurückzukehren. Zunächst blieb es bei dem Vorfall. Doch rund eine Stunde später tauchte tatsächlich eine größere Personengruppe an der Veranstaltungsfläche in Essen auf.
Nach Angaben der Polizei umfasste die Gruppe etwa 15 bis 20 Personen. Zunächst kam es zu einem lautstarken Streit mit Besuchern des Public Viewings. Wenig später eskalierte die Situation. Aus dem verbalen Konflikt entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung.
Mehrere Beteiligte sollen Pfefferspray gegen Besucher eingesetzt haben. Zudem schlugen sie nach bisherigen Erkenntnissen auf mehrere Menschen ein. Anschließend flüchtete die Gruppe zu Fuß. Ihre Spur führte in Richtung Köln-Mindener-Straße.
Polizei Essen bittet um Hinweise
Insgesamt erlitten acht Personen leichte Verletzungen. Rettungskräfte versorgten die Betroffenen noch vor Ort in Essen. Ein Transport in Krankenhäuser wurde nicht bekannt. Zeugen beschrieben die geflüchteten Männer als etwa 20 bis 30 Jahre alt. Zudem sollen sie ein südosteuropäisches Erscheinungsbild gehabt haben. Die Polizei Essen arbeitet weiter an der Aufklärung des Falls und prüft die Hintergründe der Auseinandersetzung.
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Im Laufe des Abends trafen Beamte bei einem anderen Einsatz auf einen 31-Jährigen. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte er zuvor als Mitfahrer in dem betroffenen Auto gesessen haben. Die Ehefrau des Mannes hatte die Polizei wegen einer Sachbeschädigung an ihrem Fahrzeug verständigt.
Die Ermittlungen in Essen dauern an. Wer Angaben zu der unbekannten Personengruppe machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Essen unter der Telefonnummer 0201/829-0 oder per E-Mail an hinweise.essen@polizei.nrw.de zu melden.