Im Rathaus von Lengerich bei Münster gab es am Mittag einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften. Ein Mann habe sich mit Benzin übergossen und ein Feuerzeug in der Hand gehalten, teilten die Behörden mit. Verletzte gab es keine.

Die Polizei hat die Gefahrenlage im Rathaus von Lengerich bei Münster beendet. „Die Situation konnte besonnen gelöst werden. Spezialeinheiten der Polizei waren auch im Einsatz“, sagte eine Polizeisprecherin vor Ort. „Es wurden keine Personen verletzt.“

Seit Dienstagmittag waren Polizei und Feuerwehr im Großeinsatz. „Ein Mann hat sich in einem Büro im Rathaus in Lengerich mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen“, bestätigte die Polizeisprecherin. Nach dem Zugriff sei er in ein Krankenhaus gebracht worden.

Zum möglichen Motiv gab es zunächst keine Angaben. Laut „Bild“ ging die Polizei zunächst davon aus, dass sich mindestens eine Person in der Nähe des Mannes befinden könnte. Deshalb habe man die Lage wie eine mögliche Geiselnahme behandelt.

Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, hatte der Tatverdächtige zeitweilig zwei Mitarbeiter der Stadtverwaltung in seine Gewalt gebracht. Beide seien unverletzt geblieben. Der 47-Jährige habe sich mit den beiden Stadt-Mitarbeitern in einem Büro verschanzt. In welcher Weise er sie bedrohte und an der Flucht hinderte, sagte eine Polizeisprecherin nicht.

Das Gebäude wurde nach Angaben von „Bild“ und den „Westfälischen Nachrichten“ zunächst evakuiert. Während die nicht betroffenen Mitarbeiter in Sicherheit gebracht wurden, kam es rund um den Einsatzort zu erheblichen Straßensperrungen. Am Nachmittag durften die meisten Beschäftigten in das Rathaus zurückkehren. Die Stadtverwaltung blieb für Bürger jedoch für den Rest des Tages geschlossen. Lediglich Mitarbeiter des Fachdienstes „Soziales“ konnten ihre Arbeitsplätze zunächst nicht wieder betreten.

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dpa/lay/jra