Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Ukraine: Trump bestärkt uns in „härterem“ Kurs gegen Putin

Aktualisiert am 23.06.2026 – 18:10 UhrLesedauer: 11 Min.

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Wolodymyr Selenskyj (l.) mit Donald Trump (Archivbild): Der US-Präsident soll sich für eine härtere Gangart gegen den Kreml ausgesprochen haben. (Quelle: Presidential Office of Ukraine/imago)

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Der Streit zwischen Polen und der Ukraine spitzt sich zu. Die Ukraine sieht sich durch Trump in ihrem Kurs bestärkt. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Ukraine: Haben wichtige Eisenbahnbrücke auf der Krim zerstört

Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben eine Eisenbahnbrücke auf der von Russland 2014 annektierten Halbinsel Krim zerstört. Die Brücke über den Nord-Krim-Kanal sei ein strategisch wichtiger Übergang gewesen, der für die Logistik der russischen Truppen große Bedeutung gehabt habe, teilte das Militär mit.

Die ukrainischen Spezialkräfte erklären auf Telegram, sie hätten in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Untergrund-Widerstandsbewegung zwei Angriffe auf die Brücke in der Nähe des Dorfes Rosdolne ausgeführt.

Ukraine: Trump bestärkt uns in „härterem“ Kurs gegen Putin

Die Ukraine sieht sich nach eigenen Angaben durch US-Präsident Donald Trump in ihrem Kurs gegenüber Russland gestärkt. Trump habe Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem jüngsten Treffen dazu ermutigt, gegenüber Moskau „mutiger“ aufzutreten, berichtet das Portal „Kyiv Independent“ unter Berufung auf einen hochrangigen ukrainischen Vertreter.

Dem Bericht zufolge geht Kiew davon aus, dass das Weiße Haus eine Strategie unterstützt, mit der Russland zu ernsthaften Verhandlungen bewegt werden soll. Trump sei demnach überzeugt, dass Kremlchef Wladimir Putin ohne Druck kaum zu Zugeständnissen bereit sei. Eine Bestätigung aus dem Weißen Haus für die Darstellung liegt bislang nicht vor.

Tote bei Angriff auf Selenskyjs Heimatstadt

Bei einem russischen Raketenangriff sind in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet und rund 20 weitere verletzt worden. Beim Beschuss einer „zivilen Industrieanlage sind leider drei Menschen getötet worden“, teilte der Chef der Militärverwaltung der Stadt, Oleksandr Wilkul, am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. Krywyj Rih ist die Heimatstadt des ukranischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und liegt etwa 80 Kilometer hinter der Front.

Der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, Oleksandr Hanscha, erklärte, dass die Industrieanlage durch den Raketenbeschuss beschädigt worden sei. Ihm zufolge gab es mindestens 23 Verletzte.

Putin: Ukraine will russische Gesellschaft destabilisieren

Der russische Präsident Wladimir Putin wirft der Ukraine vor, mit Angriffen auf zivile Ziele die russische Gesellschaft destabilisieren zu wollen. Angesichts dieser Angriffe auf zivile Ziele sehe er keinen Grund für direkte Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, sagt Putin. Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg greift die Ukraine seit einiger Zeit in Russland immer wieder mit Drohnen an. Zuletzt wurden vermehrt Treffer bei Ölraffinerien verzeichnet. Aus einigen Gebieten werden inzwischen Beschränkungen beim Treibstoffverkauf gemeldet.

Lawrow macht den USA Vorwürfe

Russland betrachtet die USA nach dem Kursschwenk von Präsident Donald Trump nicht mehr als neutralen Vermittler im Ukraine-Konflikt. „Was die Vereinigten Staaten betrifft, so scheinen sie, nach ihren Handlungen zu urteilen, jeden Anspruch auf die Rolle eines objektiven Vermittlers aufzugeben“, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag in Moskau. Washington verfolge stattdessen einen Kurs, der darauf abziele, „den Sanktionsdruck auf Russland zu verstärken“.