Das Amtsgericht Hamburg-Mitte.

AUDIO: Hamburger Autohändler vor Gericht (1 Min)

Stand: 23.06.2026 17:45 Uhr

Ein 46-jähriger Mann muss sich seit Dienstag vor dem Amtsgericht Hamburg Mitte wegen gewerbsmäßigen Betrugs verantworten. Er soll hochwertige Autos verkauft, jedoch nie geliefert haben – nicht zum ersten Mal.

Bei einem fingierten Autokauf in Hamburg soll ein Mann aus Bulgarien um rund 67.000 Euro betrogen worden sein. Laut Anklage entdeckte der Geschädigte von Bulgarien aus im Internet eine Anzeige eines Hamburger Autohändlers. Zum Verkauf stand angeblich ein weißer Mercedes der G-Klasse. Der Preis: 67.000 Euro. Der Mann habe umgehend Kontakt zum Verkäufer aufgenommen.

Mann wartete drei Tage vergeblich in Hamburg

Anschließend chatteten die beiden Männer einige Tage miteinander, bis der Interessent schließlich einen Flug buchte und nach Hamburg reiste, so die Anklage. Der Plan war laut dem Mann, den weißen Mercedes zu kaufen und damit nach Bulgarien zurückzufahren. Drei Tage habe er dann vergeblich in Hamburg verbracht, sagte der Geschädigte vor dem Amtsgericht.

Angeklagter schweigt vor Gericht

Demnach wartete er zunächst auf den Verkäufer, dann auf den Kaufvertrag und schließlich auf rote Kennzeichen, um den Wagen überhaupt fahren zu dürfen. Doch das Auto bekam er nie. Inzwischen warte der Zeuge seit mehr als vier Jahren auf die 67.000 Euro, die er bezahlt habe und gerne zurück hätte. Der 46-jährige Angeklagte schwieg am ersten Prozesstag. Er ist noch in drei weiteren ähnlichen Fällen angeklagt.

Symbolfoto vom Einbruch in ein Auto

Wegen des Diebstahls mehrerer Luxusautos in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind zwei Männer aus Litauen zu sieben und knapp fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Mehrere Angeklagte und Anwälte im Gerichtssaal.

Die Männer sollen teure SUVs ausgekundschaftet und mit GPS-Sendern versehen haben, um sie an einem geeigneten Ort zu stehlen, so der Vorwurf.

Ein Porsche Macan fährt auf einer Straße im Hamburger Stadtteil Harvestehude.

Die Ermittlungsgruppe „Panthera“ hat es auf Diebe von Luxusautos abgesehen. Zuletzt konnte sie gleich drei Banden ausheben.