Im Duisburger Stadtteil Hochfeld wurde am Montag ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Bombe soll noch heute Abend entschärft werden, wie die Stadt mitteilt.
Arbeiter sind bei Bauarbeiten an der Wörthstraße auf die amerikanische Fünf-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder gestoßen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst will den Blindgänger am Abend gegen 19.30 Uhr entschärfen. Die Sperren wurden planmäßig um 19 Uhr aktiviert. Christian Matysik vom Kampfmittelräumdienst wird mit seinem Team die Bombe entschärfen.
Der Zünder muss anschließend sicherheitshalber gesprengt werden. Möglicherweise ist im Umkreis ein Knall zu hören. Aufgrund einer Gasleitung in der Nähe des Fundorts, die zuvor abgedreht werden muss, verzögert sich die Entschärfung voraussichtlich um 15 Minuten.
Es gibt eine neue Mitteilung der Stadt: Es deutet sich an, dass die Entschärfung nun gegen 20.15 Uhr erfolgen könne. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein soll im betroffenen Abschnitt gegen 20 Uhr eingestellt werden. Letztlich gab es grünes Licht erst um 20.42 Uhr.
Von der Evakuierung betroffen sind nach Angaben der Stadt rund 640 Anwohner im Umkreis von 500 Metern um den Fundort (siehe Karte). Sie müssen ihre Wohnungen bis 19 Uhr verlassen. Für die Anwohner richtet die Stadt ab 18 Uhr einen Aufenthaltsraum in der Jugendherberge Duisburg Sportpark an der Kruppstraße ein. Dort übernimmt das Deutsche Rote Kreuz.
Auch Autofahrer und Pendler im ÖPNV müssen sich auf Einschränkungen einstellen. Rund um die Evakuierungszone werden Straßensperren eingerichtet, mehrere Buslinien werden umgeleitet. Betroffen sind die Linien 920, 921, 931, 937 und 947. Und auch die Brücke der Solidarität wird am Abend gesperrt. Betroffen ist ebenso der Schiffsverkehr auf dem Rhein, der vorübergehend eingeschränkt wird.
Die Stadt warnt vor Verkehrsbehinderungen und bittet Autofahrer, den Bereich großräumig zu umfahren. Aktuelle Informationen gibt es jederzeit über die Warn-App Nina, nach der Entschärfung wird die Sirene zu hören sein, heißt es.