Die USA und der Iran hatten am vergangenen Mittwoch ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnet, den die USA und Israel Ende Februar mit Angriffen auf die Islamische Republik begonnen hatten, woraufhin der Iran das für die weltweite Energieversorgung wichtige Nadelöhr weitgehend abgeriegelt hatte.
Anfang Juni waren dort weniger als zehn Schiffe pro Tag unterwegs. Nach Unterzeichnung des Abkommens nahm der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zuletzt aber wieder zu – in den vergangenen fünf Tagen passierten im Schnitt 27 Schiffe täglich die Meerenge.
Oman und Iran prüfen Service-Gebühr für Straße von Hormus
Der Oman und der Iran wollen über eine Neuordnung der Verwaltung der strategisch wichtigen Straße von Hormus sprechen und künftig womöglich auch Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen erheben. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern beider Länder solle eine Einigung zu den „Dienstleistungen und den damit verbundenen Kosten“ erarbeiten, teilten beide Staaten am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung mit.
In dem Papier unterstreichen der Iran und der Oman „ihre Souveränität und ihre Hoheitsrechte“ über die Meerenge. Eine Neuregelung solle „im Einklang mit internationalen Standards“ stehen, versicherten beide Länder. Die Erklärung wurde kurz nach einem Besuch des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi in Maskat veröffentlicht, wo er auch mit dem Sultan von Oman, Haitham bin Tarik, zusammentraf.
Die Hauptschifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus liegen überwiegend in omanischen Hoheitsgewässern, teilweise aber auch in denen des Iran. Die Behörden im Oman haben das Durchfahrtssystem bislang kostenlos verwaltet und zum Beispiel Schiffe durch Radar- und Funksysteme überwacht. Auch mögliche Such- und Rettungsmaßnahmen wurden bislang vom Oman kostenfrei organisiert. Lotsendienste waren für die Durchfahrt im Normalfall dagegen nicht nötig.
Israel will Unabhängigkeit von US-Waffenlieferungen
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu strebt den Aufbau einer eigenen und von den USA unabhängigen Rüstungsindustrie an. Netanjahu erklärte auf X, er schätze die Unterstützung der USA sehr, Israel müsse sich jedoch aus dieser Abhängigkeit befreien und eigene, unabhängige Rüstungssysteme entwickeln.
Netanjahu erklärte zudem, Israel habe dem Iran und dessen Verbündeten einen Schlag versetzt. Der Konflikt sei jedoch noch nicht beendet. Es hänge von Israels Stärke ab, wo es in 30 Jahren stehen werde. Ziel sei es: „Unabhängigkeit von anderen erreichen, immer mehr Stärke aufbauen, immer mehr Technologie einführen, immer mehr Generationen von Kommandeuren ausbilden“.
Netanjahu: Israel hält an „Sicherheitszone“ im Südlibanon fest
Israel wird laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu unverändert an seiner selbst deklarierten „Sicherheitszone“ im Südlibanon festhalten. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, die Netanjahu nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Israel Katz und Generalstabschef Eyal Zamir auf X veröffentlichte.
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