Betreiber von Nord Stream 2 klagt gegen EU-Stopp
Der Betreiber der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 klagt vor dem Gericht der Europäischen Union (EuG) gegen das geplante Importverbot für russisches Gas. Die Gazprom-Tochter Nord Stream 2 AG fordert die Aufhebung des EU-Beschlusses, wie aus einem öffentlich zugänglichen Gerichtsdokument hervorgeht. Das Verbot komme einer faktischen Enteignung ohne Entschädigung gleich, argumentiert das in der Schweiz ansässige Unternehmen.
Die EU will die Gasimporte aus Russland als Reaktion auf den Angriff auf die Ukraine bis Ende 2027 vollständig einstellen. Nord Stream 2 wurde 2021 fertiggestellt, ging aber nie in Betrieb.
Ukraine: Haben wichtige Eisenbahnbrücke auf der Krim zerstört
Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben eine Eisenbahnbrücke auf der von Russland 2014 annektierten Halbinsel Krim zerstört. Die Brücke über den Nord-Krim-Kanal sei ein strategisch wichtiger Übergang gewesen, der für die Logistik der russischen Truppen große Bedeutung gehabt habe, teilte das Militär mit.
Die ukrainischen Spezialkräfte erklären auf Telegram, sie hätten in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Untergrund-Widerstandsbewegung zwei Angriffe auf die Brücke in der Nähe des Dorfes Rosdolne ausgeführt.
Ukraine: Trump bestärkt uns in „härterem“ Kurs gegen Putin
Die Ukraine sieht sich nach eigenen Angaben durch US-Präsident Donald Trump in ihrem Kurs gegenüber Russland gestärkt. Trump habe Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem jüngsten Treffen dazu ermutigt, gegenüber Moskau „mutiger“ aufzutreten, berichtet das Portal „Kyiv Independent“ unter Berufung auf einen hochrangigen ukrainischen Vertreter.
Dem Bericht zufolge geht Kiew davon aus, dass das Weiße Haus eine Strategie unterstützt, mit der Russland zu ernsthaften Verhandlungen bewegt werden soll. Trump sei demnach überzeugt, dass Kremlchef Wladimir Putin ohne Druck kaum zu Zugeständnissen bereit sei. Eine Bestätigung aus dem Weißen Haus für die Darstellung liegt bislang nicht vor.
Tote bei Angriff auf Selenskyjs Heimatstadt
Bei einem russischen Raketenangriff sind in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet und rund 20 weitere verletzt worden. Beim Beschuss einer „zivilen Industrieanlage sind leider drei Menschen getötet worden“, teilte der Chef der Militärverwaltung der Stadt, Oleksandr Wilkul, am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. Krywyj Rih ist die Heimatstadt des ukranischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und liegt etwa 80 Kilometer hinter der Front.
Der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, Oleksandr Hanscha, erklärte, dass die Industrieanlage durch den Raketenbeschuss beschädigt worden sei. Ihm zufolge gab es mindestens 23 Verletzte.
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