Bielefeld-Mitte. Der 26. Juni dürfte ein begehrtes Datum für Heiratswillige sein. Denen bietet sich nun eine neue Möglichkeit: „Unkompliziert, spontan und einzigartig“ lautet das Motto, unter dem das Segensräume-Team des evangelischen Kirchenkreises Bielefeld am 26. Juni zur Trauung einlädt. Sie beteiligen sich damit an der bundesweiten Aktion #einfachheiraten.

Am Freitag, 26. Juni, können sich Paare zwischen 14 und 20 Uhr kirchlich trauen oder segnen lassen – und das ohne Anmeldung und Kosten. Das Angebot richte sich an alle Menschen. Pfarrerin Klara Wessel betont, dass es egal ist, wie lange man zusammen ist und ob man in einer hetero- oder homosexuellen Beziehung ist. „Der Segen ist für alle möglich.“ Bei der Trauung hingegen gibt es Vorgaben. Die Paare müssen vorher standesamtlich verheiratet sein und ihre Urkunde mitbringen. Außerdem muss mindestens ein Partner Mitglied der evangelischen Kirche sein.

Für jede Trauung oder Segnung seien etwa 15 Minuten geplant. Es gebe Musik, einen Bibelspruch und den kirchlichen Segen. Pfarrerin Nora Göbel berichtet außerdem, dass es Bänder mit verschiedenen Bedeutungen gibt. Diese können die Paare in Verbindung mit Segnungsworten und gegenseitigen Versprechen flechten.

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Einfach, aber in schöner Atmosphäre

Um aus der unkomplizierten Aktion trotzdem einen besonderen Moment zu machen, werden die Trauorte dekoriert. Außerdem können die Paare nach der Trauung oder Segnung noch vor Ort bleiben. „Es gibt Waffeln, Getränke und Musik, damit der besondere Moment weiterklingen kann“, sagt Chiara Faber.


Die Süsterkirche liegt zentral in der Bielefelder Innenstadt, darum rechnen die Organisatoren mit vielen Kurzentschlossenen. - © Andreas Zobe

Die Süsterkirche liegt zentral in der Bielefelder Innenstadt, darum rechnen die Organisatoren mit vielen Kurzentschlossenen.
| © Andreas Zobe

Sie berichtet auch, dass die Trauungen in der Kirche, im Anbau und draußen stattfinden können. So könne den Paaren ein ruhiger Moment ermöglicht werden. Außerdem können so mehrere Paare zur gleichen Zeit getraut werden, wodurch insgesamt mehr Leute dieses Angebot wahrnehmen können. Laut der Pfarrerin Nora Göbel seien Pfarrer und Pfarrerinnen aus ganz Bielefeld vor Ort, um allen Teilnehmenden gerecht werden zu können.

„Wie schön, dass dieses Format so individuelle Momente ermöglicht“, sagt Nora Göbel. Die Kleidung, die Anzahl der Gäste und die Geschichten der Paare seien ganz unterschiedlich. „Einige sind lange zusammen, andere erst seit Kurzem. Einige tragen ein schickes Kleid, andere kommen in gemütlicher Kleidung.“ Grundsätzlich seien alle Gäste willkommen. „Platz ist da.“

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Trauung und Segen – mit und ohne Anmeldung möglich

Bisher haben sich laut Nora Göbel etwa 16 Paare angemeldet. Bei einer Anmeldung bekommen die Paare eine genauere Uhrzeit mitgeteilt, um besser planen zu können. Auch ohne Anmeldung seien alle Paare herzlich eingeladen, müssen für den Segen oder die Trauung jedoch eventuell einen Moment warten.

Das Segensräume-Team berichtet, dass im ersten Jahr viele Leute abgelehnt werden mussten, weil es so voll war. Deshalb sei in diesem Jahr großzügig geplant worden – zehn Plätze sind noch als Puffer eingeplant.

Trotzdem geht das Team davon aus, dass es voll werden könnte. Durch die zentrale Lage der Süsterkirche in der Bielefelder Altstadt könnten viele Paare auch spontan auf die Aktion aufmerksam werden und sich für einen kirchlichen Segen entscheiden. „Es stehen aber auch noch Leute auf Abruf, um alle segnen zu können“, sagt Nora Göbler.