Die Temperaturen klettern immer weiter nach oben, der Boden wird immer trockener. Damit steigt die Brandgefahr. Deswegen verbietet die Stadt Düsseldorf ab sofort das Grillen in öffentlichen Grünanlagen. Der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) wird die Einhaltung des Verbots kontrollieren. Verstöße können teuer werden: Die möglichen Bußgelder betragen bis zu 1000 Euro.

In Wald- und Forstbereichen ist das Grillen grundsätzlich verboten. In den städtischen Parks ist es erlaubt. Dabei ist aber generell besondere Vorsicht geboten, heißt es in einer Mitteilung. „Gerade in heißen und trockenen Phasen ist ein verantwortungsvoller Umgang mit offenem Feuer unerlässlich. Unsere Grünanlagen sind wichtige Erholungsorte für alle Menschen in Düsseldorf und zugleich sensible Naturflächen, die wir gemeinsam schützen müssen“, erklärt Umweltdezernent Jochen Kral.

Dass die Stadt jetzt das Grillverbot in Grünanlagen ausspricht, hat mit dem weiteren Anstieg der Temperaturen zu tun. Schon jetzt sei abzusehen, dass ab diesem Donnerstag der Grasland-Feuerindex die Stufe vier erreiche, heißt es in der Mitteilung. Auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes ist diese Einstufung bereits vorgenommen worden. Sie gilt vorerst bis Sonntag, weitere Tage sind vom Wetterdienst noch nicht klassifiziert. Die Stadt kündigt eine Aufhebung des Grillverbots an, sobald der Index wieder auf Stufe drei oder niedriger sinkt.

Für das Wochenende sind auch Hitzegewitter angekündigt. Sollte das Grillen wieder erlaubt werden, sind bestimmte Regeln einzuhalten: Einweggrills sind verboten, ebenso das Grillen direkt auf der Grasnarbe.

Wegen möglichen Funkenflugs soll immer ausreichend Abstand zu Bäumen und Sträuchern gehalten werden. Kohle und Feuerreste müssen nach dem Grillen vollständig gelöscht werden. Abfälle sollten in geeigneten Behältern entsorgt und wieder mitgenommen werden.

Bei längeren Hitzeperioden – wie derzeit der Fall – kann zudem unabhängig vom Graslandfeuerindex auch ein stadtweites Grillverbot verhängt werden.