Die Mitteldeutsche Flughafen AG stellt die Infrastruktur ihrer beiden Flughäfen in Leipzig/Halle und Dresden auf den Prüfstand. Dabei wird auch ein kleinerer Terminalneubau in der Landeshauptstadt untersucht. Zudem werden Änderungen bei der Passagier- und Gepäckabfertigung an beiden Airports geprüft. Das geht aus Angaben des Unternehmens hervor. Zuvor hatten «Leipziger Volkszeitung» und «Sächsische Zeitung» berichtet.
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Konzeptstudie zeigt mögliche Zukunftsszenarien
Nach Angaben der Flughafenbetreiber wurde den Beschäftigten eine Konzeptstudie vorgestellt, die mögliche Entwicklungsrichtungen für beide Standorte aufzeigt. Entscheidungen über einen Terminalneubau oder andere konkrete Infrastrukturmaßnahmen seien bislang nicht gefallen. Vielmehr würden nun verschiedene Optionen weiter geprüft, validiert und konkretisiert.
«Wir haben gestern keine fertigen Antworten präsentiert, sondern die Fragen definiert, die wir in den kommenden Jahren beantworten müssen», sagte MFAG-Vorstandschef Götz Ahmelmann. Jetzt beginne die eigentliche Arbeit.
In Dresden wird nach Angaben des Unternehmens untersucht, wie die Terminalinfrastruktur langfristig wirtschaftlich und bedarfsgerecht aufgestellt werden kann. Hintergrund ist, dass das bestehende Terminal für deutlich höhere Passagierzahlen ausgelegt wurde, als der Flughafen zuletzt erreicht hat.
Änderungen bei Check-in und Boarding denkbar
Auch in Leipzig/Halle werden Anpassungen von Prozessen und Abläufen geprüft. Dazu zählt nach Angaben der MFAG eine mögliche Verlagerung des Check-in-Bereichs. Zudem werde ein verstärkter Einsatz sogenannter Walk-Boarding-Lösungen untersucht. Dabei laufen Passagiere zu Fuß über das Vorfeld zu ihren Flugzeugen, statt Fluggastbrücken zu nutzen.
«Wir wollen Leipzig/Halle und Dresden so aufstellen, dass sie langfristig wirtschaftlich tragfähig, wettbewerbsfähig und leistungsfähig bleiben», betonte Ahmelmann.
Unterstützung für die Überlegungen kommt aus der Dresdner CDU-Stadtratsfraktion. Sie begrüßte die Prüfung eines möglichen neuen Terminals in Dresden. Wichtig sei dabei, dass die Flugverbindungen zu den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München erhalten blieben.
© dpa-infocom, dpa:260624-930-275097/1