Personalbeben geht weiter
Ex-Profi tritt aus BTSV-Führungsriege zurück
24.06.2026 – 16:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Torsten Sümnich im Trikot von Eintracht Braunschweig (Archivbild): Der Ex-Profi war bis zuletzt im Aufsichtsrat des Vereins. (Quelle: imago)
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Nach massivem Gegenwind lässt Torsten Sümnich Konsequenzen folgen: Der Ex-Profi zieht sich aus dem Aufsichtsrat zurück. So begründet er den Schritt.
Torsten Sümnich hat sein Mandat im Aufsichtsrat der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Das teilte der Zweitligist am Mittwoch mit. Der 52-Jährige war seit Juli 2021 Mitglied des Gremiums.
Der Entscheidung seien vertrauensvolle Gespräche mit den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern sowie dem Präsidium des Braunschweiger Turn- und Sportvereins vorausgegangen, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.
Wegner dankt für Engagement
Aufsichtsratsvorsitzender Ullrich Wegner bedankte sich bei Sümnich für dessen Einsatz. Die vergangenen Jahre seien sportlich und strukturell herausfordernd gewesen. Dennoch sei es gelungen, Eintracht Braunschweig in der 2. Bundesliga zu etablieren.
„Daran hat auch Torsten seinen Anteil“, sagte Wegner. Nach den Veränderungen der vergangenen Wochen sei es nun wichtig, Ruhe, Geschlossenheit und klare Verantwortlichkeiten innerhalb der Gremien zu schaffen. Vor diesem Hintergrund sei der Rückzug der richtige Schritt zum jetzigen Zeitpunkt.
Sümnich spricht von Chance für neue Impulse
Sümnich erklärte, er habe den Verein stets bestmöglich bei seiner sportlichen und strukturellen Entwicklung unterstützen wollen. Er begrüße auch die Entscheidung, mit Lars-Wilhelm Baumgarten zusätzliche sportliche Expertise einzubinden.
Zudem sei mit Lars Kornetka der richtige Mann für den Posten des Cheftrainers gefunden worden. Mit ihm hätte er nach eigenen Worten gerne auch künftig zusammengearbeitet.
Gleichzeitig böten die Veränderungen der vergangenen Wochen die Möglichkeit, „mit frischem Wind die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen“, erklärte Sümnich. Deshalb sei er zu der Überzeugung gekommen, dass nun der richtige Zeitpunkt sei, sein Mandat niederzulegen und Raum für neue Impulse zu schaffen.
Fan-Proteste gegen Aufsichtsrat
Sümnich reiht sich damit in eine Rückzugswelle im BTSV-Aufsichtsrat ein. Anfang Juni hatten sich bereits Jens-Uwe Freitag, Hildegard Eckardt und Hartmut Rickel zurückgezogen. An der Konstellation im Aufsichtsrat hatte es in den vergangenen Wochen vermehrt Kritik gegeben. Freitag wurden unter anderem personelle Fehlentscheidungen auf der Trainerposition zur Last gelegt. Auch die Kommunikation in verschiedenen Phasen des Vereins galt als großer Kritikpunkt.
Auch weitere Teile des Kontrollgremiums standen in der Fan-Abteilung, im Stadion und auch in Medien massiv in der Kritik, weil der Klub seit dem Wiederaufstieg 2022 ausschließlich gegen den Abstieg spielt. Nach dem letzten Saisonspiel beim FC Schalke 04 wurde im Fanblock der Eintracht ein Transparent ausgerollt, auf dem personelle Konsequenzen im Aufsichtsrat gefordert wurden.

