Hochwasser, Unwetter, Großbrände – für solche Einsätze ist das Technische Hilfswerk (THW) bekannt. Doch auch der Schutz der Zivilbevölkerung ist eine Aufgabe der größtenteils ehrenamtlichen Kräfte – etwa bei Angriffen auf die kritische Infrastruktur. Jetzt veranstaltet die Regionalstelle Mönchengladbach eine Übung mit rund 70 Einsatzkräften, die aus verschiedenen Städten kommen.

THW-Übung in Mönchengladbach-Neuwerk

Die Ortsverbände Mönchengladbach, Krefeld, Neuss, Grevenbroich, Hückelhoven, Übach-Palenberg, Kempen und Nettetal sind dabei – außerdem Beamte der Polizei Mönchengladbach. Das teilt der THW mit. Die Übung findet von Freitag, 17. Juli, bis zum Sonntag, 19. Juli, im Bereich Neuwerk und der Grenze zu Viersen im öffentlichen Raum statt, wie ein Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion sagt. Teilweise wird ein Wohngebiet Ort des Geschehens sein. Mehr Details möchte der Sprecher nicht verraten – auch, damit die Ehrenamtlichen selbst nicht vorher erfahren, wie die Übung genau abläuft. Nur so viel: Sie trägt den Namen „Ozinex26“ und wird eine fiktive Zivilschutzlage darstellen, in der die öffentliche Daseinsvorsorge sowie Teile der kritischen Infrastruktur erheblich beeinträchtigt sind.

Im Zentrum der Übung stehen die Fachgruppen Notversorgung und Notinstandsetzung. Sie errichten beispielsweise Notunterkünfte oder übernehmen Arbeiten an der Wasser- und Energieversorgung. Sie sollen auf außergewöhnliche Schadenslagen vorbereitet und ihre Fähigkeiten unter möglichst realistischen Bedingungen trainiert werden.

Der THW betont in seiner Mitteilung: „Für die Bevölkerung besteht während der gesamten Übung kein Anlass zur Sorge.“ Es werde an dem Übungswochenende in Neuwerk, Uedding, Flughafen sowie im Umfeld der Übungsräume zu einem erhöhten Aufkommen von THW-Fahrzeugen und Personal in Einsatzkleidung kommen.