Kurz nach 14 Uhr startete am Mittwoch die neue Zeitrechnung bei Regionalliga-Meister Lok Leipzig. Bei brütender Hitze bat Neu-Trainer Torsten Ziegner, der auf Jochen Seitz folgte, zum ersten Training. Der Kader – noch recht übersichtlich. Nur 19 Spieler schwitzten gut anderthalb Stunden.
Lok Leipzig will Ricky Bornschein aus Aue holen
„Es ist eine tolle Mannschaft mit einer extrem guten Qualität“, sagt Ziegner. „Aber es ist auch ein Fakt, dass es nicht viele sind und dass wir da noch etwas machen müssen.“ Nach BILD-Informationen steht Lok dabei vor einem Transferkracher im Sturm. Die Verhandlungen mit Ricky Bornschein (26), der 30 Drittligaspiele für Erzgebirge Aue absolvierte, sollen bereits weit fortgeschritten sein. Er könnte der Nachfolger von Torjäger Stefan Maderer (nach Sandhausen) werden. Bornschein, dessen Vertrag in Aue ausgelaufen war und der sich bei Klub und Mannschaft auch bereits verabschiedet hat, hatte im Jahr 2025 seine Krebserkrankung öffentlich gemacht und sich nach der OP erfolgreich zurück in den Profifußball gekämpft.

Ricky Bornschein steht vor einem Wechsel von Erzgebirge Aue zu Lok Leipzig
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Mit Torwart Felix Daffner (19) war der erste Neuzugang bereits im Training. Er kommt aus dem Nachwuchs von Bundesligist RB Leipzig und unterschrieb zunächst für ein Jahr. Zudem werden vier Probespieler getestet. Anton Lange (20) ist Innenverteidiger und war zuletzt bei Hannover 96 II in der Regionalliga Nord am Ball. Noah Wallenßus (21) ist ein Stürmer, der in der Jugend von Werder Bremen ausgebildet wurde. In der letzten Saison kam er für den BSV Rehden auf 17 Tore und sechs Vorlagen in der Oberliga Niedersachsen. Patrick Vuc (22) ist ein Mittelfeldspieler, der zuletzt in der 2. Liga in Rumänien kickte. Gabriel Sedlak (20), ebenfalls Mittelfeldspieler, durfte für den MSV Duisburg einmal in der 3. Liga ran.
Ziegner: „Wir sind die Gejagten“
Noch nicht dabei waren Dorian Cevis (Probleme mit dem Weisheitszahn) und Jonas Arcalean (nach Schulter-OP). Malik McLemore konnte nach seinem erneuten Kreuzbandriss nur Zaungast sein: „Anfang Juli ist mein OP-Termin. Danach geht es in die Reha-Phase. Den Ablauf kenne ich ja schon …“
Trotz aller Probleme und eines längst nicht vollen Kaders, der aus 20 Feldspielern und drei Torhütern bestehen soll, weiß Ziegner: „Wir sind die Gejagten. Keine Mannschaft war in den letzten zwei Jahren so gut wie Lok Leipzig.“