Stand: 24.06.2026 18:13 Uhr

Am Tag nach dem Brand eines Mehrfamilienhauses in Oldenburg offenbart sich das Ausmaß der Zerstörung. Einige Bewohner konnten zurückkehren, doch einen Teil der Wohnungen machten Flammen und Löschwasser unbewohnbar.

18 Menschen mussten die Nacht in einer Notunterkunft des Deutschen Roten Kreuzes verbringen, wie die Hilfsorganisation mitteilte. Das Notlager mit Feldbetten richtete das DRK in seinem Katastrophenschutzzentrum ein. Manche Bewohner des Hauses, die sich vor den Flammen in Sicherheit bringen mussten, konnten kaum etwas mitnehmen. „Die kommen aus ihrer Wohnung und das einzige, was sie mithaben, ist eine Plastiktüte“, so DRK-Helferin Constanze Krull im Gespräch mit dem NDR Niedersachsen.

Dachteile stürzen während der Löscharbeiten ein

Am Dienstagmittag war in dem Oldenburger Wohnkomplex ein Feuer im Dachstuhl ausgebrochen. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand mit rund 100 Einsatzkräften bis zum Abend. Die Bewohner mussten evakuiert werden. Verletzt wurde laut Polizei niemand. Rund 150 Menschen wohnten in dem Mehrparteienhaus. Während der Löscharbeiten stürzte ein Teil des Daches ein. Die Flammen, Rauch und Löschwasser beschädigten weitere Bereiche des Gebäudes. Warum der Brand entfachte, ist laut Feuerwehr noch unklar.

Video:
Brand in Oldenburg: 150 Menschen obdachlos (2 Min)

Verharren in der Notunterkunft

Am Mittwoch begannen die Aufräumarbeiten in dem Haus. Ein Teil der betroffenen Mietparteien in unteren Stockwerken konnte nach Informationen des NDR mittlerweile wieder in die Wohnungen zurück, darunter auch Anwohnerin Andrea Schnittke, die in der ersten Etage wohnt. „Gott sei Dank: Die ist absolut trocken, kein Wasser, kein Rauch, nur Ruß an den Fenstern“, schilderte sie dem NDR. Andere Bewohner traf es schwerer. Einige von ihnen harren laut DRK weiter in der Notunterkunft aus. Wie es weitergeht, wüssten sie noch nicht, sagten mehrere Betroffene. Dass das Feuer so viel Wohnraum vernichtet hat, sei für die Stadt eine Herausforderung, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD). Oberstes Ziel in solchen Fällen sei es, Obdachlosigkeit zu vermeiden. Doch das sei angesichts der vielen Betroffenen nicht in so kurzer Zeit möglich gewesen.

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