Newsblog zum Krieg in Nahost
Iran: USA haben Niederlage eingestanden
Aktualisiert am 24.06.2026 – 20:16 UhrLesedauer: 13 Min.
Irans Parlamentschef und Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf: „Darum wurde die Absichtserklärung von Islamabad zu einer Erklärung der Niederlage Amerikas“. (Quelle: Hamed Malekpour)
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Irans Verhandlungsführer foppt den US-Präsidenten. Weitere Schiffe passieren die Straße von Hormus. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Inhaltsverzeichnis
Rubio rechnet mit baldiger Fortsetzung der Iran-Gespräche
US-Außenminister Marco Rubio rechnet zu Beginn der kommenden Woche mit einer neuen Verhandlungsrunde mit dem Iran. Rubio sagte am Mittwoch am Rande eines Besuchs in Kuwait, die technischen Gespräche würden seines Wissens am Montag oder Dienstag wiederaufgenommen. Die US-Delegation fahre dann „zurück in die Schweiz, wenn ich mich nicht irre“, fügte er hinzu.

US-Außenminister Marco Rubio. (Quelle: IMAGO/Johan Nilsson / TT/imago)
Nach einer ersten Verhandlungsrunde hatten die USA und der Iran am Montag von Fortschritten gesprochen. Washington und Teheran hatten vergangene Woche Mittwoch ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das eine Phase von 60 Tagen für Verhandlungen über eine Friedenslösung vorsieht. Dabei geht es auch um das iranische Atomprogramm.
Rubio stellte den Partnerländern in der Golfregion in Aussicht, „sie in Gespräche über jede Entscheidung einzubeziehen, die im Zusammenhang mit diesen Verhandlungen getroffen wird“. Der US-Außenminister kommt am Donnerstag in Bahrain mit Vertretern des Golf-Kooperationsrates zusammen. Dazu gehören neben Bahrain auch Saudi-Arabien, Kuwait, der Oman, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Iran: USA haben Niederlage eingestanden
Mit dem Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs haben die USA nach den Worten des iranischen Verhandlungsführers Mohammed Bagher Ghalibaf ihre Niederlage eingestanden. Die Absichtserklärung mit den USA sei nicht durch „Druck oder Zwang“ zustande gekommen, sondern durch den „Widerstand und den entschlossenen Willen der mutigen iranischen Nation“, sagte Ghalibaf am Mittwoch. „Darum wurde die Absichtserklärung von Islamabad zu einer Erklärung der Niederlage Amerikas“, fügte er hinzu. In Pakistans Hauptstadt Islamabad wurde das Rahmenabkommen ausgehandelt.
Die USA und Israel hatten den Iran-Krieg Ende Februar mit Luftangriffen auf Teheran begonnen. Der Iran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Zudem wurde die für den weltweiten Handel immens wichtige Schifffahrtsstraße von Hormus vom Iran gesperrt. Mitte Juni unterzeichneten die USA und der Iran auf Vermittlung Pakistans und Katars dann ein Rahmenabkommen. Derzeit laufen Verhandlungen, die binnen 60 Tagen zum Abschluss einer endgültigen Vereinbarung führen sollen.
Knackpunkte sind vor allem das iranische Atomprogramm, der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und die Lage im Libanon. US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, der Iran habe „den USA mitgeteilt, dass ‚keine Mautgebühren, keine Versicherungskosten und keine anderen Gebühren jeglicher Art vom Iran für Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, verlangt oder erhoben werden'“.
