München – Schwere Vorwürfe gegen zwei Syrer nach einem Disco-Besuch: Die beiden sollen eine 18-Jährige in eine Falle gelockt und dann vergewaltigt haben. Die Polizei nahm die Tatverdächtigen (19, 21) fest. Eine Richterin ordnete U-Haft für beide an.

Wie die Ermittler am Mittwoch berichteten, ereignete sich die Tat bereits am Sonntag, dem 7. Juni. Gegen 3 Uhr nachts soll die junge Frau aus Oberbayern noch in einer Disco in München gewesen sein. Nach Informationen der Abendzeitung handelt es sich um den Club „Neuraum“ im Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) an der Hackerbrücke.

Vergewaltigung im Busbahnhof

Die Polizei: „Dort wurde sie von zwei bis dato unbekannten Tätern dazu überredet, sich mit ihnen in einen unversperrten Raum in der Nähe zu begeben.“ Die Ermittler gehen davon aus, dass die Deutsche dort erst bedrängt und dann trotz Gegenwehr von den jungen Männern vergewaltigt wurde. „Nach der Tat flüchteten die beiden Täter“, heißt es weiter.

Nach der Vergewaltigung fahndete die Polizei nach den Tätern, nahm die beiden Syrer fest (Symbolfoto)

Im ersten Obergeschoss des ZOB soll es zur Vergewaltigung gekommen sein

Foto: APPLE

Wie die Abendzeitung erfuhr, hatten die Täter und ihr späteres Opfer vor der Vergewaltigung zunächst den Club verlassen, um eine Zigarette zu rauchen. Dabei überredeten sie die 18-Jährige offenbar, mit ihnen ins erste Obergeschoss des ZOB zu gehen, wo sich der besagte Raum befindet.

Mitarbeiterin gab Hinweis

Kurz nach der Tat vertraute sie sich einer Freundin (18) an, die sofort den Notruf wählte. Während die Fahndung lief, wurde die junge Frau in die Rechtsmedizin gebracht, wo sie untersucht und medizinisch versorgt wurde. Bei ihrer Gegenwehr hatte sie sich auch verletzt.

Eine Disco-Mitarbeiterin gab einen entscheidenden Hinweis. So konnte die Polizei zwei junge Syrer in der Nähe festnehmen. Es handelt sich demnach um einen 19-Jährigen aus dem Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm (Bayern) und einen 21-Jährigen aus der Nähe von Itzehoe (Schleswig-Holstein).

Die Polizei sicherte Spuren und stellte die Handys sicher. Danach wurden die Verdächtigen auf Antrag der Staatsanwaltschaft einer Ermittlungsrichterin vorgeführt. Sie ordnete die Untersuchungshaft für beide an. Die Ermittlungen laufen weiter.