Trotz Fahndung mit Polizeihubschrauber und Einsatzkräften im Umfeld des Tatorts ist ein seit Wochen gesuchter Tatverdächtiger wieder mit einem Raub davongekommen. Der Unbekannte hatte am Sonntag, 21. Juni, gegen 11.15 Uhr einer 67-jährigen Frau eine Halskette und das Mobiltelefon entwendet. Erst am darauffolgenden Mittwoch machte die Polizei den Vorfall öffentlich. Er steht den Ermittlern zufolge im Zusammenhang mit einer ganzen Reihe von Delikten. Seit Pfingstmontag, 25. Mai, soll der Mann mindestens acht Frauen ausgeraubt haben. Die Polizei fahndet auch mit einem Phantombild nach ihm. Bisher erfolglos.
Halskette und Handy in Odenkirchen geraubt
Der neuste Fall ereignete sich laut Polizei auf einem Feldweg in der Nähe der Schlenderhanstraße im Osten von Odenkirchen. Die 67-Jährige war mit ihrem Hund spazieren, als der Unbekannte mit einem Fahrrad an ihr vorbeifuhr. Er sei dann vom Rad abgestiegen, auf die Frau zugegangen und habe ihr eine Kette vom Hals gerissen. Die 67-Jährige versuchte, sich zu wehren, und fiel dabei zu Boden. Der Räuber soll daraufhin auf sie eingetreten haben und ihr auch noch das Handy entwendet haben. Anschließend sei er auf das Fahrrad gestiegen und mit der Beute in Richtung Mülfort geflüchtet. Bei der im Anschluss eingeleiteten Fahndung der Polizei, bei der auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam, konnte der Mann nicht gestellt werden. Er ist weiter flüchtig. Die 67-Jährige wurde leicht verletzt.
Beschreibung und Phantombild des Verdächtigen veröffentlicht
Die Personenbeschreibung und der Tathergang legen nahe, dass es sich bei dem Räuber um den gleichen Mann handelt, der schon Frauen im Bereich Engelsholt, Pongs, Ohler, Rheydter Stadtwald und Rheydter Schlosspark ausgeraubt haben soll. Er wird als etwa 50 Jahre alt und 1,70 bis 1,80 Meter groß beschrieben, seine Statur sei kräftig, sein Kopf rund. Die Polizei spricht von einem „südländischen Phänotyp“. Bei dem Vorfall in Odenkirchen hatte der Mann ein T-Shirt und eine kurze Hose an. Er hat in der Regel ein Fahrrad dabei, von dem aus er teilweise schon Taten begangen haben soll.
Kostenpflichtiger Inhalt Seit Anfang Juni läuft eine Öffentlichkeitsfahndung der Polizei nach dem Mann. Dazu hat sie ein Phantombild veröffentlicht. Trotzdem ist es bislang nicht gelungen, den Mann zu identifizieren. Auch bei den Fahndungen unmittelbar nach den Raubdelikten, Kostenpflichtiger Inhalt teilweise mit Unterstützung der Fliegerstaffel, konnte der Unbekannte immer entkommen.
Die Polizei fragt erneut: Wer kennt den Mann auf dem Phantombild? Wer hat in Parks oder anderen Grünanlagen verdächtige Beobachtungen gemacht? Und wem wurde womöglich gestohlener Schmuck zum Kauf angeboten? Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 02161 290 entgegen.
Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Raub
Außerdem gibt sie jetzt Ratschläge: So sollten bei Spaziergängen und beim Joggen in Parks oder auf Feldwegen nach Möglichkeiten eine Begleitung und ein Mobiltelefon mitgenommen werden. Sollten Personen verdächtig erscheinen, soll umgehend der Notruf gewählt werden. Und: „Machen Sie anderen Personen aufmerksam“, so die Polizei. Zum Eigenschutz sollte am besten kein Schmuck beim Spazierengehen oder Joggen getragen werden. „Lassen Sie Wertsachen zu Hause“, lautet ein Rat. Die Behörde empfiehlt zudem spezielle Schlüsselanhänger, mit denen in Notsituationen ein schriller Ton ausgelöst werden kann. Wer Opfer eines Raubs wird, sollte sich nicht durch Gegenwehr selbst in Gefahr bringen. „Prägen Sie sich Tätermerkmale ein“ und „Bringen Sie den Vorfall rasch zur Anzeige“, rät die Polizei.