Wildes WM-Spiel
Marokko dreht Rückstand zweimal
Aktualisiert am 25.06.2026 – 02:20 UhrLesedauer: 3 Min.
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Im Video: Hier schockt die Nationalmannschaft von Haiti ihre Gegner. (Quelle: MagentaTV)
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Haiti führt zweimal gegen Marokko. Am Ende verliert die Nationalmannschaft des Inselstaats dennoch und verpasst den ersten WM-Punkt.
Marokko hat sich gegen Haiti schwergetan, am Ende jedoch nach zweimaligem Rückstand das letzte Spiel der Gruppe C mit 4:2 (2:2) für sich entschieden. Durch den Sieg steht Marokko als Tabellenzweiter im Sechzehntelfinale. Haiti ist punktlos ausgeschieden.
Dabei starteten die haitianischen Profis gut in die Partie. Ein Eigentor des marokkanischen Torhüters Bonos brachte den Außenseiter in Führung (10.). Danach drückte Marokko, glich auch durch Achraf Hakimi (39.) aus, Haiti zeigte jedoch die perfekte Antwort. Wilson Isidor traf per Traumschuss aus der Distanz (42.) zur erneuten Führung. Bayern-Wunschspieler Ismael Saibari erzielte wiederum postwendend noch im ersten Durchgang (45.+1) den erneuten Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel flachte die Partie ab, wurde weniger temporeich, was Marokko in die Karten spielte. Der eingewechselte Soufiane Rahimi brachte die Entscheidung (78.), Gessime Yassine traf zum Endstand (89.).
So lief das Spiel
Haitis Trainer Sébastien Migné war seiner Linie treu geblieben und hatte seine Startelf erneut verändert. Seit seinem Amtsantritt im März 2024 brachte der Franzose in 27 Spielen 25-mal eine andere Startelf. Neu dabei war Lenny Joseph, der gleich für ein Highlight sorgte.
Der Stürmer von Ferencváros Budapest beförderte den Ball mit der Hacke an den Rücken von Bono, wenig später zappelte er im Netz. Der Jubel unter den zahlreichen haitianischen Fans war frenetisch. Bei der ersten WM-Teilnahme 1974 hatte der Inselstaat zwei Tore erzielt, beide gelangen Rekordnationalspieler Emmanuel Sanon.
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Marokko hatte Haiti erst spielen lassen, doch nun drückte der Favorit. Im Mittelpunkt der Chancen: Saibari, der in den ersten beiden Spielen jeweils getroffen hatte. Der 25-Jährige beförderte den Ball erst aus wenigen Metern über das Tor (13.), scheiterte dann mit einem Schuss (23.) am 38 Jahre alten Haiti-Keeper Johny Placide.
Erst als Hakimi und Ayoub El Kaabi (30.) eine gewaltige Doppelchance ungenutzt gelassen hatten, klappte es doch noch. Stuttgarts Bilal El Khannouss zog aus spitzem Winkel ab, der Ball fiel von Placides Fäusten Hakimi vor die Füße – und kullerte irgendwie ins Tor. Isidors Antwort mit einem 126 km/h strammen Schuss ließ Hakimi dann nur kopfschüttelnd zurück.