Das Nachbarschaftsfest startete die Aktion „Sommerstraße“ des Quartiersmanagements Rechts-der-Wertach in der Wolfgangstraße rund um den Spielplatz. Vom 20. Juni bis zum 19. Juli soll die Wolfgangstraße an der Ecke zur Wiesenstraße Aufenthaltsfläche für Vereine, Initiativen und Nachbarschaft des Viertels sein, viel Programm ist für die vier Wochen geplant.
Zum Auftakt stellten sich am Samstagnachmittag Initiativen und aktive Projekte vor, so die Stadt Augsburg mit dem Mobilitätskonzept, der Makerspaceverein Habitat und der Verein Qualle, die Ideenschmiede und Tür an Tür. Dazu war die Wolfgangstraße zwischen Einmündung Emilienstraße und Theresienstraße komplett abgesperrt. Anwohner, auch ältere Gehbehinderte, gesundheitlich auf wohnungsnahe Parkplätze angewiesen, erhielten Strafzettel.
Rund 200 Besucher kamen zum Auftaktfest in die Wolfgangstraße
Abends lauschte ein vorwiegend junges Publikum den Gitarrentönen und Gesang von Dani Oliveira, Tür an Tür bot als Caterer sommerliche Speisen und Getränke an, Menschen saßen an langen Biertischen und in Liegestühlen zusammen. Quartiersmanager Jan Weber-Ebnet sprach von etwa 200 Besuchern des Auftaktfestes.
Im Vorfeld wurden Anwohner mit Infozetteln des Quartiersmanagements in den Briefkästen zur Beteiligung eingeladen und informiert, vereinzelt hingen im Viertel auch Plakate. Nicht alle Anwohner, vor allem ältere, fühlen sich aber von der Aktion mitgenommen. Eine Anwohnerin der Lindenstraße, mittleren Alters, möchte namentlich nicht genannt werden, sie sagt: „Das ist nicht meine Welt, ich war kurz bei dem Fest, habe aber dort keine Bekannten und Nachbarn getroffen.“ Vieles an den Aktionen des Quartiersmanagements sei ihr zu schmuddelig. Aufbauten aus Paletten seien für sie wie ein zweites Klimacamp. „Vielleicht ist’s ja ein Generationenkonflikt“, mutmaßt sie.