Reiseverkehr im Sommer
Diese Stellen auf der A9 werden zum Nadelöhr
25.06.2026 – 12:03 UhrLesedauer: 3 Min.
Lkw-Verkehr am Irschenberg im Voralpenland (Archivbild): Die Berge im Blick, oft hat man aber auch den stockenden Verkehr auf der Autobahn vor einem. (Quelle: IMAGO/Oryk HAIST/imago)
Vorlesen
Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00
1x
Jetzt neu bei t-online:
Schriftgröße anpassen!
Artikel teilen
Wer in den Sommerferien mit dem Auto Richtung München fährt, muss an mehreren Punkten mit Verzögerungen rechnen. Zwei Baustellen verschärfen die Lage bis Ende 2026.
Auf der A9 zwischen Leipzig und München häufen sich im Sommer die Stauschwerpunkte. Zwei laufende Baustellen – zwischen Hilpoltstein und Greding sowie zwischen Stammham und Ingolstadt-Nord – engen die Fahrbahn auf einem Gesamtabschnitt von rund 15 Kilometern ein. Hinzu kommen stark belastete Autobahnkreuze rund um Nürnberg und im Münchner Norden.
Die A9 verbindet Berlin über Leipzig, Bayreuth, Nürnberg und Ingolstadt mit München und ist damit eine der zentralen Nord-Süd-Routen Deutschlands. In den Sommerferien trifft Urlaubsverkehr aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf Güterverkehr und regionalen Berufsverkehr – eine Kombination, die an mehreren Stellen regelmäßig zu Staus führt. Es vergeht kaum ein Tag, an dem im Radio nicht von Staus berichtet wird.
- Wegen Demo: Wichtige Urlauberroute nach Italien gesperrt
- Blockabfertigung Richtung Österreich: Was bedeutet das?
A9: Baustelle Hilpoltstein–Greding bis 14. August
Zwischen den Anschlussstellen Hilpoltstein und Greding wird die Fahrbahndecke auf rund fünf Kilometern erneuert. Die Baustellenverkehrsführung ist – nach aktueller Planung – bis zum 14. August 2026 eingerichtet.
In Richtung München stehen im Baustellenbereich drei Fahrstreifen zur Verfügung, teilweise über die Gegenfahrbahn. Schmalere Spuren und reduzierte Geschwindigkeiten bremsen den Verkehr dennoch ab. Besonders an Freitagnachmittagen und klassischen Reisesamstagen ist dort mit Stau zu rechnen.
A9: Baustelle Stammham–Ingolstadt-Nord
Auf dem rund zehn Kilometer langen Abschnitt zwischen Stammham und Ingolstadt-Nord werden Fahrbahn und elf Brücken saniert. Die Hauptbauphase dauert voraussichtlich bis Dezember 2026.
Je nach Bauphase stehen in Richtung München nur zwei oder drei Fahrstreifen zur Verfügung. Nördlich von Ingolstadt können sich Rückstaus über mehrere Kilometer aufbauen. Der Abschnitt gilt auch unabhängig von der Baustelle als stark belastet, da viele Pendler aus dem Raum Ingolstadt die A9 nutzen.
Das sind die Engpässe von Leipzig bis München
Bereits nördlich von Nürnberg kann der Verkehr ins Stocken geraten. Am Schkeuditzer Kreuz, wo die A9 auf die A14 trifft, kommen Fahrzeuge aus Richtung Halle, Leipzig und Dresden hinzu. Am Hermsdorfer Kreuz kreuzt die A9 die A4, eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen Deutschlands. Verzögerungen auf der A4 können sich dort auf die A9 auswirken.
Zwischen Hof und Bayreuth verläuft die Strecke durch hügeliges Gelände mit längeren Steigungen und Gefällen. Schwere Fahrzeuge verlieren dort an Tempo, was den Verkehr schneller verdichtet. Südlich von Bayreuth führt die A9 durch die Fränkische Schweiz in Richtung Nürnberg – Kurven, Steigungen und dichter Lastwagenverkehr machen auch diesen Abschnitt anfällig.

