Eine Auswertung von Daten gesunder Profisportler zeigt: Höhere Vitamin-D-Spiegel gingen mit günstigeren Blutfettwerten einher. Forscher der Universität Gießen analysierten dafür die Gesundheitsdaten von 773 Athleten aus verschiedenen Teamsportarten über einen Zeitraum von mehr als elf Jahren.

Zusammenhang auch nach Anpassung sichtbar

Frühere Studien hatten bereits Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und Blutfettwerten geliefert. Allerdings können dabei viele andere Faktoren eine Rolle spielen, etwa Bewegungsmangel, Übergewicht oder Erkrankungen.

Um solche Einflüsse möglichst auszuschließen, berücksichtigten die Forscher in der neuen Studie Alter, BMI, Sportart, Jahreszeit und Trainingsumfang. Auch wenn die Forscher diese Faktoren herausrechneten, blieb der Zusammenhang bestehen.

Besonders deutlich war er bei LDL-Cholesterin, Triglyzeriden und Lipoprotein(a). Diese Werte gelten als wichtige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Beste Werte bei hohen Vitamin-D-Spiegeln

Die günstigsten Blutfettprofile zeigten Athleten mit Vitamin-D-Werten von mehr als 50 Nanogramm pro Milliliter Blut. Damit lagen sie über der häufig genannten Marke von 30 Nanogramm pro Milliliter.

Für HDL-Cholesterin, das oft als „gutes“ Cholesterin bezeichnet wird, fanden die Forscher dagegen keinen Zusammenhang. Außerdem erzielten Sportler mit ausreichenden Vitamin-D-Werten bessere Leistungen auf dem Fahrradergometer.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Vitamin D für Stoffwechsel und Herz-Kreislauf wichtiger sein könnte als bisher angenommen. Ob Vitamin D die Blutfettwerte tatsächlich verbessert, beweist die Studie aber nicht.

Denn die Daten wurden nur zu einzelnen Untersuchungszeitpunkten erhoben. Zudem fehlten Informationen zur Einnahme von Vitamin-D-Präparaten. Auch Ernährung und der Aufenthalt in der Sonne wurden nicht vollständig erfasst. Untersucht wurden ausschließlich männliche Profisportler. Ob die Ergebnisse auch für Frauen, Freizeitsportler oder die Allgemeinbevölkerung gelten, bleibt offen.