Die extreme Hitze ist auch für das städtische Grün eine Herausforderung. Um das zu schützen, hat das Gartenamt in den vergangenen Wochen bereits mit der Bewässerung der Bäume und Bepflanzung an Straßen und Grünanlagen begonnen. In den kommenden Monaten werden städtische Mitarbeiter und beauftragte Unternehmen rund 16.000 Bäume in Düsseldorf mit zusätzlichem Wasser versorgen. Das war bereits im Frühjahr nötig geworden, weil die Böden schlicht zu trocken waren. Nun ist es wieder so weit.
Die gute Nachricht: „Derzeit ist wegen der starken Regenfälle und Gewitter Ende vergangener Woche noch ausreichend Feuchtigkeit im Wurzelbereich vorhanden“, heißt es von der Stadt. „Die Bodenfeuchtigkeit wird fortlaufend unter Berücksichtigung der Wetterlage überprüft. Sobald der Boden trockener wird, wird die Stadt die zusätzliche Wässerung erneut starten.“ Aber wie weiß die Stadt überhaupt, wie feucht die Böden sind? 115 Bäume im Stadtgebiet sind mit entsprechender Messtechnik ausgerüstet. Damit wird die Wasserspannung im Boden gemessen. Aus den Ergebnissen können Rückschlüsse auf die bestehende Bodenfeuchte abgeleitet werden.
Dabei ist aber auch klar: Bei der Wässerung der Bäume legt das Gartenamt einen Schwerpunkt auf junge Bäume – das sind Bäume im ersten bis zum achten Standjahr. Darüber hinaus werden Bäume an besonders schwierigen Standorten bewässert. Hierbei handelt es sich unter anderem um Standorte auf Tunneldecken, Tiefgaragen oder anderen versiegelten Flächen.
Zusätzlich zu den Maßnahmen des Gartenamts setzt die Stadt in diesem Jahr auf bürgerschaftliches Engagement. „Wer helfen möchte, sollte den jungen Straßenbäumen vor der eigenen Haustür ein bis zwei Mal wöchentlich sechs Eimer oder Gießkannen Wasser geben. So kann das Wasser tief in den Wurzelbereich einsickern“, schreibt die Stadt. „Das ist hilfreicher, als beispielsweise täglich mit geringer Menge zu gießen.“ Interessierten Düsseldorfern stellt das Gartenamt außerdem Bewässerungssäcke zur Verfügung. Die Säcke können bis zu 60 Liter Wasser aufnehmen, werden um die Bäume gelegt und mit einem Reißverschluss geschlossen. Das eingefüllte Wasser sickert über einen Zeitraum von fünf bis neun Stunden langsam in den Boden. Die Wurzeln erhalten so kontinuierlich Feuchtigkeit und können mehr Wasser aufnehmen.
Wer eine zusätzliche Wässerung übernehmen möchte, kann sich mit Angabe des Standorts beim Gartenamt melden. Das geht telefonisch unter 0211 8993922 oder per E-Mail an silke.walden@duesseldorf.de. Das Gartenamt prüft dann, ob sich der Baumstandort für die zusätzliche Wässerung eignet und bringt den Bewässerungssack an, sodass die Bürger ihn einmal pro Woche befüllen können. Die Bewässerungssäcke eignen sich grundsätzlich nur für Jungbäume mit einem Stammumfang von bis zu 60 Zentimetern. Jungbäume mit grünem Gießrand aus Kunststoff bekommen keinen zusätzlichen Wassersack.