Die Sommernächte werden ihrem Namen in diesem Jahr definitiv gerecht. Bis zu 35 Grad werden die Temperaturen an diesem Wochenende in Augsburg voraussichtlich erreichen. Besucherinnen und Besucher hält das nicht vom Feiern ab. Am Donnerstag strömen tausende Menschen in die Innenstadt, um Live-Musik, Tanz und vielfältige Gastronomie zu erleben. Wir haben uns umgehört und gefragt, wieso die Menschen gerne zu den Sommernächten kommen und wie sie mit der Hitze umgehen.

Für einige ist das Public Viewing des WM-Spiels das Highlight des Abends

Alex, Anita und Jörn haben es sich in den Strandstühlen am Herkulesbrunnen gemütlich gemacht. Neben ihnen steht der Wasserbulli der Stadtwerke Augsburg, wo kostenlos Wasser verteilt wird, doch für die Gruppe gibt es erstmal eine Runde Gin Tonics. „Wir sind seit langer Zeit das erste Mal wieder da“, sagt Alex. Das Wetter sieht er als Vorteil. „Heute ist es endlich wieder warm genug“, meint der Horgauer. Musikalisch seien die drei noch auf der Suche nach Reggae. Das persönliche Highlight der Gruppe wartet im Mettlochgässchen. „Da ist unser liebster Weinladen. Es ist ruhig und es gibt guten Wein“, meint Alex. Er werde jedoch drauf achten, zwischendurch genügend Wasser zu trinken. „Sonst ist der Abend zu schnell vorbei“, sagt er. Fürs Fußballspiel wollen die drei wieder daheim sein. „Das ist dann zuhause doch gemütlicher.“

Von links: Jörn, Alex und Anita finden das Wetter auf den Sommernächten genau richtig.

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Von links: Jörn, Alex und Anita finden das Wetter auf den Sommernächten genau richtig.
Foto: Marcus Merk

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Von links: Jörn, Alex und Anita finden das Wetter auf den Sommernächten genau richtig.
Foto: Marcus Merk

Fürs Public Viewing des WM-Spiels zwischen Deutschland und Ecuador ist hingegen Jakob aus Nördlingen mit drei Freunden auf die Sommernächte gekommen. „Die Sommernächte sind sowieso ein cooles Event mit guter Stimmung. Aber gerade fürs Fußballschauen bietet es sich an“, sagt Jakob. Bis zum Fußballspiel will sich die Gruppe noch durch das kulinarische Angebot probieren – mit dem Philly Cheese Steak von einem Stand in der Maxstraße haben sie angefangen.

Vielen Besuchenden gefällt die allgemeine Stimmung bei den Augsburger Sommernächten

Ebenfalls neugierig auf das Essen sind die drei Freundinnen Miriam, Sandra und Nina aus dem Landkreis Aichach-Friedberg. Sie haben sich an einem Stand drei Aperol geholt. „Ich finde es immer gut, wenn was los ist. Gerade Live-Musik, etwa Jazz, mag ich gerne. Rock und Schlager brauche ich nicht unbedingt“, sagt Nina. „Es ist schön, ohne Kinder mal nur unter uns Frauen etwas zu unternehmen“, ergänzt die Meringerin und lacht. Die Freundinnen kommen nicht wegen eines speziellen Events, sondern genießen die allgemeine Atmosphäre. „Durchschlendern, Leute treffen“, fasst Sandra zusammen. Bevor sie sich unter die Menge mischen, müssen sie jedoch erst noch zur Bank. „Hier kann man nirgends mit Karte zahlen“, sagt Sandra.

Von links: Die Freundinnen Miriam, Sandra und Nina freuen sich auf einen ausgelassenen Mädelsabend.

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Von links: Die Freundinnen Miriam, Sandra und Nina freuen sich auf einen ausgelassenen Mädelsabend.
Foto: Marcus Merk

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Von links: Die Freundinnen Miriam, Sandra und Nina freuen sich auf einen ausgelassenen Mädelsabend.
Foto: Marcus Merk

Wegen der Hitze haben die Freundinnen sich fest vorgenommen, viel Wasser zu trinken. „Ein Zwischenwasser muss schon sein“, sagt Miriam grinsend. Dass es kostenloses Trinkwasser gibt, wussten die drei vorher nicht. „Das ist eine super Aktion“, sind sie sich einig. „Bei der Mischung aus Hitze und Alkohol haben die Hilfskräfte heute bestimmt ordentlich zu tun“, meint Nina.

Ausgelassene Stimmung am ersten Abend der Sommernächte.

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Ausgelassene Stimmung am ersten Abend der Sommernächte.
Foto: Marcus Merk

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Ausgelassene Stimmung am ersten Abend der Sommernächte.
Foto: Marcus Merk

Die rund hundert ehrenamtlichen Einsatzkräfte haben sich wegen der hohen Temperaturen bei den diesjährigen Sommernächten besonders vorbereitet. Zum ersten Mal beziehen sie einen Standort zur Patientenversorgung im Rathaus, wie Pressesprecher der Augsburger Hilfsorganisationen Raphael Doderer erklärt. „Erstmals werden wir außerdem von fünf Helfenden des Technischen Hilfswerks unterstützt“, so Doderer. Außerdem wurden die Hilfsverbände aus den umliegenden Landkreisen informiert und stehen bereit, falls es bei den Sommernächten mehr Hilfsbedarf gibt. „Ganz wichtig, falls jemand den Notruf wählt: Immer die Standnummer angeben, an der der Anrufer sich aufhält, damit wir wissen, wo wir hinmüssen“, betont Doderer.