Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Geheimoperation soll Putin „zum Frieden zwingen“

Von T. Schibilla, M. Lattemann, J. Seiferth, M. Küper, J. Fischer, C. Cöln, A. Janzen, T. Wanhoff, S. Cleven, J. Hartung, C. Siemer, F. Michalski

Aktualisiert am 25.06.2026 – 23:33 UhrLesedauer: 23 Min.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt eine Geheimdienstoperation an, die 40 Tage dauern soll. (Archivbild) (Quelle: Vadim Ghirda/AP/dpa/dpa-bilder)

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Der ukrainische Präsident macht eine ominöse Ankündigung. Fire Point will bis Ende 2026 eine Patriot-Alternative entwickelt haben. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Zwei Verletzte nach Angriff auf Kiew

Mindestens zwei Menschen sind nach Behördenangaben bei einem russischen Raketenangriff auf Kiew verletzt worden. Die beiden Verletzten seien ambulant behandelt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Seinen Angaben nach sind im Stadtbezirk Darnyzkyj im Südosten der ukrainischen Hauptstadt Lager in Brand geraten. Über weitere Schäden ist bisher nichts bekannt.

Vor den Einschlägen hatte die ukrainische Luftwaffe Raketenalarm für Kiew gegeben. Russland beschießt in dem seit mehr als vier Jahre dauernden Krieg auch immer wieder Kiew mit Drohnen und Raketen.

Weltbank gibt Ukraine Milliarden

Die Ukraine soll nach Angaben von Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko weitere 3,39 Milliarden US-Dollar (knapp drei Milliarden Euro) als Hilfen von der Weltbank bekommen. Die Abkommen seien bei der Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine in Danzig (Gdansk) geschlossen worden, sagte Swyrydenko laut einer Mitteilung. Sie traf dort mit Weltbank-Präsident Ajay Banga zusammen.

Den Angaben nach sind 2,35 Milliarden US-Dollar Zuschüsse zur Stabilisierung von Staat und Wirtschaft in dem vom Krieg gezeichneten Land. 1,04 Milliarden US-Dollar werden speziell für wirtschaftliche Entwicklung als Kredit gegeben, garantiert durch Großbritannien und Japan. Es wurden keine Angaben gemacht, wann das Geld ausgezahlt wird. In ihrem Abwehrkampf gegen Russland ist die Ukraine finanziell von Zuwendungen des Auslands abhängig.

Geheimoperation soll Putin „zum Frieden zwingen“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben nach eine neue Geheimdienstoperation abgesegnet. Die Operation werde 40 Tage dauern und diene dazu, Russland zum Frieden zu zwingen, schrieb er auf sozialen Netzwerken nach einem Treffen mit dem Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU, Jewheni Chmara. Details nannte er nicht.

Russland führt seit mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine. Kiew wehrt sich nicht nur an der Front, sondern hat den Krieg inzwischen mit Drohnen in das Land des Aggressors zurückgetragen. Selenskyj bezeichnet die Schläge, die sich gegen Militär- und Rüstungsobjekte, aber auch Anlagen der Öl- und Gasindustrie richten, als „Langstrecken-Sanktionen“. Für diese Operationen sind oft verschiedene ukrainische Geheimdienste verantwortlich.

Schlacht im Donbass: „Der Feind beginnt, direkt in die Stadt einzudringen“

Im Donbass spitzt sich die Lage dramatisch zu: Russland setzt Kostjantyniwka massiv unter Druck. Manche Kommandeure halten einen Verlust der Stadt noch vor Herbst für möglich. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Flamingo-Firma äußert sich zu Bau eigener Flugabwehr

Das ukrainische Rüstungsunternehmen Fire Point will nach einer Übereinkunft mit dem deutschen Partner Hensoldt den Aufbau eines europäischen Raketenabwehrsystems beschleunigen. Erste Abfangraketen des Typs FP-7X sollten Ende des Jahres einsatzbereit sein, sagte Fire-Point-Mitgründer Denys Schtylierman der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Das ukrainische Unternehmen und Hensoldt hatten erst Mitte Juni eine Absichtserklärung zum Bau eines ballistischen Raketenabwehrsystems unterzeichnet.