Auf der diesjährige Vertreterversammlung lobte VR-Bankvorstand Georg Schneider sein Personal. „Die Mitarbeitenden sind überdurchschnittlich produktiv“, was erkläre, dass die Bank mit einem Verhältnis von 1,5 Prozent zur durchschnittlichen Bilanzsumme wieder den Wert von 1,03 Prozent aller bayerischen Genossenschaftsbanken übertroffen habe. Gleichzeitig machte Schneider auf den anhaltenden Gegenwind aus Regulatorik und Bürokratie aufmerksam. Im Zusammenhang mit den diversen globalen Krisen erschwerten diese Rahmenbedingungen die Banktätigkeit stark. Am Beispiel der zurückhaltenden Entwicklung im Sozialen Wohnungsbau erläuterte er, wie sich die rückläufige Förderung am Markt bemerkbar mache: „Es wird zu teuer gebaut.“ Dennoch erweise sich die Situation im Geschäftsgebiet, nicht zuletzt dank der vorhandenen Wirtschaftskraft, als robust. „Wir haben einen Bomben-Mittelstand mit Weltmarktführern und großartigen Unternehmen entlang der B2 und im Speckgürtel von Augsburg“, sagte Schneider. Vor allem stabile Familienunternehmen seien dabei von größtem Wert. Sie würden langfristig denken und innovativ arbeiten.

Spitzenwert im Kreditgeschäft

Zum letzten Mal in seinen knapp zehn Jahren als Vorstand präsentierte Jürgen Reinthaler – seit 31. Mai im Ruhestand – die Bilanz des letzten Jahres. Anders als die deutsche Wirtschaft hätte die VR Handels- und Gewerbebank der aktuellen Schwächephase widerstehen und einen guten Jahresabschluss erzielen können. Als „Spitzenwert“ bezeichnete er das Wachstum um 7,6 Prozent im Kreditgeschäft. „Insbesondere Gewerbe- und Firmenkunden haben dazu beigetragen, deren Anteil an Neugeschäft von 526 Millionen Euro mit 390 Millionen maßgeblich zu Buche schlug“, sagte er. Der Schwerpunkt dabei habe in der Finanzierung von Immobilien gelegen. Eine bedeutende Rolle hätten parallel dazu die Eigenanlagen gespielt. Die Bank hat dabei die Strategie einer breiten Streuung gewählt und so das Risiko minimieren können. Während der klassische Zinsmarkt nur geringe Renditen erbracht habe, hätte die positive Entwicklung bei Aktien und an den Rohstoffmärkten erfreulich zur gesamten guten Entwicklung beigetragen.

Kundeneinlagen erhöhen sich

Laut VR-Bank haben sich die Kundeneinlagen 2025 um rund 60 Millionen Euro auf rund 2,2 Milliarden erhöht, was einer Steigerung um 2,8 Prozent entspricht. Dabei habe sich der langjährige Trend zu kurzzeitigen Formen wie Tages- oder Festgeld fortgesetzt. Insgesamt sei das Volumen der betreuten Kundenanlagen um 5,4 Prozent gewachsen. Wachsendes Vertrauen habe die VR-Bank auch bei der digitalen Nutzung von Dienstleistungen im täglichen Bankgeschäft festgestellt. Die Zugriffe über PC oder Handy seien um eine Million auf nunmehr 12 Millionen im Jahr gestiegen. Insgesamt habe eine auf 1,78 Prozent verbesserte Zinsspanne 2025 nachhaltig zum Unternehmenserfolg beigetragen; sie ließ den Zinsüberschuss auf 18,8 Millionen Euro steigen. (AZ)

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