Seit Tagen warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor extremer Hitze in Karlsruhe. Mit Temperaturen bis zu 41 Grad steht der Fächerstadt der Hitzehöhepunkt noch bevor. Die Tierrechtsorganisation PETA blickt deshalb mit einem kritischen Blick auf die Zoos – auch auf den Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe.

PETA warnt vor Hitzestress für Eisbären in Karlsruhe

„Die sengende Hitze kann lebensbedrohlich für die Eisbären im Zoologischen Stadtgarten werden“, schreibt die Organisation in einer Mitteilung vom 26. Juni. Laut Yvonne Würz, Biologin und Fachreferentin bei PETA, seien Eisbären für Eis und Kälte geschaffen, nicht für Hitzewellen in deutschen Städten. „Kein noch so aufwendig gestaltetes Gehege kann darüber hinwegtäuschen“, sagt sie.

Wie geht es Mika und Nuka mit der Hitze?

Doch wie geht es den Eisbären Mika und Mama Nuka tatsächlich? „Ihnen geht es gut, sie sind kräftig am Spielen“, sagt Zoosprecher Timo Deible auf Nachfrage der Redaktion am 26. Juni. „Ihr Futter essen sie gerne auch in der Sonne“, fügt er hinzu.

Eisige Überraschung für Mika im Zoo Karlsruhe am 28. Mai.

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Eisige Überraschung für Mika im Zoo Karlsruhe am 28. Mai.
Foto: Thomas Riedel

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Eisige Überraschung für Mika im Zoo Karlsruhe am 28. Mai.
Foto: Thomas Riedel

In ihrem Gehege stehe den Eisbären stets offen, in den Schatten, ins kühle Wasser oder nach drinnen auszuweichen. Dort sei es 15 Grad kühler als draußen. „Die Tiere wissen selbst, was gut für sie ist und sie verhalten sich dementsprechend“, sagt Deible.

Sprinkler als Abkühlungsmöglichkeit im Zoo Karlsruhe.

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Sprinkler als Abkühlungsmöglichkeit im Zoo Karlsruhe.
Foto: Thomas Riedel

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Sprinkler als Abkühlungsmöglichkeit im Zoo Karlsruhe.
Foto: Thomas Riedel

Fell und Fettgewebe schützen Eisbären vor extremen Temperaturen

Eisbären seien Tiere, die nicht nur extreme Kälte, sondern auch Hitze aushalten können. Ihr Lebensraum umfasst Gebiete, in denen die Sommertemperaturen auf über 30 Grad klettern können – zum Beispiel in Teilen Kanadas. Zudem würden ihr Fell und ihr Fettgewebe eine isolierende Schicht bilden, die vor Hitze und Kälte gleichermaßen schütze.

Eisbomben zum Spielen und Abkühlen

Selbst Temperaturen um 40 Grad würden für Mika und Nuka kein Problem darstellen. Der Zoo arbeite zusätzlich mit Eisbomben, Crushed Ice und gefrorenen Melonen zum Spielen, Fressen und Abkühlen. Diese spielerische Beschäftigung würde den Eisbären allerdings das ganze Jahr über angeboten werden, auch im Winter.  

Eisige Überraschung für Mika im Zoo Karlsruhe am 28. Mai.

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Foto: Thomas Riedel

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Eisige Überraschung für Mika im Zoo Karlsruhe am 28. Mai.
Foto: Thomas Riedel

Ein träges Verhalten habe der Zoosprecher bei den Eisbären trotz Hitze nicht wahrgenommen.