Mehr als eine halbe Milliarde
Haushaltsloch in Köln deutlich größer als erwartet – Defizit steigt
26.06.2026 – 17:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Geld liegt auf einem Tisch (Symbolbild): In Köln ist das Haushaltsdefizit für das Jahr 2026 nun doch deutlich größer, als ursprünglich angenommen. (Quelle: IMAGO/Sven Heidmann/imago)
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Köln leidet unter der globalen Wirtschaftskrise. Trotz eingeleiteter Sparmaßnahmen fehlen rund 100 Millionen Euro mehr als erwartet.
Der Stadt Köln fehlt mehr Geld, als ursprünglich angenommen. Laut Angaben der Stadtverwaltung erwarten die Verantwortlichen für 2026 ein Haushaltsdefizit von 594,8 Millionen Euro. Die neue Schätzung liegt rund 106 Millionen Euro unter dem ursprünglich angenommenen Wert von 488,8 Millionen Euro. Die finanzielle Notlage der Stadt Köln verschärft sich damit.
Auslöser für die nach unten korrigierte Prognose sind unter anderem die globale Wirtschaftslage sowie ein Rückgang bei der Steuerschätzung des Bundes. Unter anderem blieben die Einnahmen durch die Gewerbesteuer unter den Erwartungen zurück.
Köln: Haushaltsloch erreicht fast 600 Millionen Euro
Erwartete Verbesserungen der Haushaltslage durch den sogenannten globalen Minderaufwand konnten ebenfalls nicht erzielt werden. Hier hatte die Stadt auf Einsparmöglichkeiten in Höhe von 45 Millionen Euro gehofft. Hinzu kommen erhöhte Ausgaben bei Erziehungs- und Pflegehilfen, sowie Personal- und Versorgungskosten. Dadurch sei der Haushalt um 200 Millionen Euro mehr belastet worden, als ursprünglich angenommen.
Durch eine Erhöhung der Grundsteuer und restriktive Maßnahmen konnte ein Teil der Belastungen zwar aufgefangen werden, dennoch wird das Haushaltsloch deutlich größer. Stadtkämmerin Prof. Dr. Dörte Diemert sagte am Freitag: „Die Zahlen bestätigen leider unsere Befürchtungen. Die schwierige Weltwirtschaftslage, aber auch die immer weiter steigenden Belastungen der Kommunen haben die Situation auch hier in Köln weiter verschärft.“
Haushaltsdefizit: Finanzielle Lage in Köln verschärft sich
Zeitgleich sei zu erkennen, dass die bereits eingeleiteten Maßnahmen erste Wirkungen zeigen würden. Diemert: „Diesen Weg müssen wir nun konsequent weitergehen.“ Die finanzielle Situation der Stadtverwaltung bleibt dennoch weiter angespannt.
Der Finanzausschuss soll am kommenden Montag in seiner nächsten Sitzung über die aktuelle Finanzlage der Stadt informiert werden. Ende vergangenen Jahres hatte die Stadt eine Haushaltssperre verhängt. Diese wurde allerdings zum Jahresbeginn 2026 wieder aufgehoben.
