Temperaturen jenseits der 30 Grad, eine hohe Luftfeuchtigkeit, Stände mit frisch zubereiteten Gerichten und sommerliche Getränke – das passt nicht nur nach Thailand. Düsseldorfer finden an diesem Wochenende ein wenig des südostasiatischen Lebensgefühls direkt am Rhein. Auf einer kleinen Fläche am Tonhallenufer ist am Freitag das Thai-Street-Food-Festival gestartet. Noch bis Sonntag, 28. Juni, können sich Besucher dort auf eine kulinarische Reise begeben. Wir stellen einige der Gerichte vor.

Bei der Hitze braucht es Erfrischung. Auf dem Street-Food-Festival sind zum Beispiel Mango-Shakes oder Smoothies angesagt. Direkt neben der Oberkasseler Brücke gibt es aber auch einen Stand mit einem großen Bubble-Tea-Angebot. Spektakulär sieht wegen seiner blasslila Farbe zum Beispiel die Taro-Milch aus. Die wird aus der gleichnamigen tropischen Knolle hergestellt. Beim Düsseldorfer Festival gibt es das Getränk im typischen Bubble-Tea-Becher, durch dessen dünne Plastikhaut ein Strohhalm gestochen wird. Der Geschmack ist süßlich und leicht cremig. Auch wegen der großen Eiswürfel ist alles angenehm sommerlich. Die typischen, geleeartigen Tapioka-Perlen machen aus dem Getränk allerdings fast eine kleine Mahlzeit. Die Kugeln enthalten Stärke, die aus der Maniokpflanze gewonnen wird. Am Rhein kostet die „Taro milk + Tapioca“ an diesem Wochenende sechs Euro.

Auf der Suche nach einer hitzefreundlichen Vorspeise halten wir am Stand der Familie Sabverz. Sie kommt ursprünglich aus Thailand, wohnt mittlerweile aber in den Niederlanden. Beim Düsseldorfer Street-Food-Festival ist sie regelmäßig dabei. Der frische Papaya-Salat wird in einem kleinen Holzfässchen und mit einem Mörser vor den Augen der Kunden zubereitet. Aus Limetten, Möhren, Tomaten, Erdnüssen und Papaya entsteht ein leichtes Gericht. Das hat allerdings auch seinen Preis: 15 Euro werden fällig. Die können am Stand auch mit der Karte bezahlt werden, eine Seltenheit bei der Veranstaltung am Tonhallenufer. Wer möchte, bekommt den Salat übrigens mit Chili-Schärfe.

Hähnchen-Spieße mit Soße

Zu einem Thai-Street-Food-Festival gehört natürlich reichlich Fingerfood. Überall sieht man am Rhein beispielsweise Fleischspieße, die auf Grills an den Ständen angebraten werden. Wir entscheiden uns für zwei Hähnchenspieße. Die sehen allerdings auf den am Pavillon angebrachten Fotos etwas appetitlicher aus als in Wirklichkeit. Auch auf die Erdnusssoße hätten wir vielleicht besser verzichtet. Die ist zwar lecker, aber bekanntlich sehr mächtig und vor allem so üppig im ganzen Pappschälchen verteilt, dass sie fast überschwappt. Das Hähnchen schmeckt leicht nach Limette und insgesamt gut. Das Gericht für fünf Euro lohnt sich – vor allem für alle, die möglichst viel probieren wollen.

Die Auswahl an Hauptspeisen ist groß. Da gibt es zum Beispiel das bekannte Nudelgericht Pad Thai, Gemüse in rotem Curry oder die klare Nudelsuppe Guay Tiew. Sommerlich ist der „Mango Sticky Rice“. Die Frucht wird frisch geschält und riecht süßlich. Sorgfältig wird sie auf dem klebrigen Reis verteilt und mit Kokosmilch sowie ein wenig Sesam angerichtet. Das schmeckt lecker, weil die Mango fruchtig, frisch und perfekt gereift ist. Zusammen mit der süßlichen Kokosmilch ist das ebenfalls ein Gericht, das nicht zu schwer im Magen liegt. Kosten: Zehn Euro pro Portion.

Ein beliebter süßer Snack sind die frittierten Sesambällchen aus klebrigem Reisteig. Beim Thai-Streed-Food-Festival am Tonhallenufer sind sie an verschiedenen Ständen zu finden. Es gibt die Bällchen einzeln (1,50 Euro) oder in Viererportionen zu kaufen (5 Euro). Außen sind sie knusprig und in Sesam gewälzt. Innen schmecken sie wegen des klebrigen Teigs vor allem süß und sind von ihrer Konsistenz überraschend weich und elastisch. Für alle mit Hunger auf Nachtisch bilden sie einen gelungenen Abschluss des Festivals.

Info Geöffnet ist das Street-Food-Festival am Tonhallenufer in Düsseldorf am Freitag, 26. Juni, und am Samstag, 27. Juni, (von 12 bis 24 Uhr) sowie am Sonntag, 28. Juni (12 bis 20 Uhr).