Neue Regelung

Olympia in München? IOC verkündet Änderung

Aktualisiert am 26.06.2026 – 17:21 UhrLesedauer: 2 Min.

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Eröffnungszeremonie der Olympischen Sommerspiele 1972 im Olympiastadion (Archivbild). Für München könnte es leichter werden, die Vergabe zu gewinnen (Quelle: Olympische_Spiele/dpa)

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Beim IOC soll die Vergabe der Olympischen Spiele künftig anders laufen. Profitieren könnten davon ehemalige Gastgeber – wie etwa München.

Bevor der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) im September entscheidet, welche Stadt ins Rennen geschickt wird, hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Karten neu gemischt. Denn die Auswahlverfahren werden um eine zusätzliche Prüfphase erweitert. Das könnte Städte wie München bei der Auswahl begünstigen.

Die Neuerungen teilte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry zum Abschluss einer außerordentlichen Versammlung des IOC im schweizerischen Lausanne mit. Eine weitere Änderung: Die IOC-Mitglieder des IOC bekommen bei der finalen Abstimmung über die Gastgeber mehr Mitspracherecht.

IOC schraubt an Bewerbungsphase

Für die Vergabe der Sommerspiele 2036 soll die erste Vorauswahl im März 2027 abgeschlossen sein. Die nächste Phase strategischer Verhandlungen würde dann bis Ende 2028 laufen, ehe in den letzten Monaten bis zur IOC-Session Mitte 2029 nur noch die aussichtsreichsten Kandidaten im Rennen verbleiben. Als Favoriten wurden zuletzt immer wieder Katar, der Ausrichter der Fußball-WM 2022, und Indien mit der Millionen-Metropole Ahmedabad genannt.

Deutschland möchte sich für die Olympischen Sommerspiele, frühstens im Jahr 2036, bewerben. Eine erste Vorauswahl der Kandidaten soll bis zum Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Darauf folgt die nächste, neu beschlossene Phase: die strategischen Verhandlungen der Kandidaten mit dem IOC sollen demnach bis Ende 2028 laufen. Das endgültige Ende und die Kür des Austragungsorts soll dann Mitte 2029 stattfinden.

Skyline des Münchner OlympiastadionsVergrößern des BildesDas Münchner Olympiastadion (Archivbild) ist ein bewährter Austragungsort für Großveranstaltungen. (Quelle: Peter Kneffel/dpa/dpa-bilder)

Eigentlich sollen die deutschen Kandidaten eher schlechte Chancen bei der Vergabe haben. Ländern wie Katar oder Indien hingegen werden bessere Chancen eingeräumt. Die Sommerspiele 2028 (Los Angeles) und 2032 (Brisbane) finden auf dem amerikanischen beziehungsweise australischen Kontinent statt. Es gibt daher Mutmaßungen, dass das IOC die Spiele 2036 auf dem asiatischen Kontinent stattfinden lassen möchte. Sollte dies der Fall sein, würde Deutschland dabei ohnehin aussortiert werden. Dann müsste man sich beim nächsten Vergabeprozess für die Sommerspiele 2040 gegen europäische Konkurrenten durchsetzen.

Für die deutsche Bewerbung könnte die Änderung nun eine neue Dynamik bringen. Denn: Ein kürzerer Zeitraum zwischen Vergabe und Eröffnung der Spiele bedeutet auch weniger Zeit für aufwendige und umfassende Baumaßnahmen, zum Beispiel Straßen oder Sportstätten.

Neue Regelung begünstigt München

Das wiederum stärkt die Bewerber, die bereits eine entsprechende Infrastruktur besitzen. Und das sind vor allem Städte, die bereits in der Vergangenheit Olympische Spiele ausgerichtet haben – in Deutschland ist das bislang nur in München der Fall. Das ist auch ein zentraler Bestandteil des Olympia-Konzeptes der Landeshauptstadt.