Die Baywa Bau- und Gartenmärkte haben gemeinsam mit dem Mutterkonzern Hellweg Insolvenz angemeldet. Betroffen sind auch 46 Standorte in Bayern und Baden-Württemberg mit rund 1300 Angestellten. Der Geschäftsbetrieb soll vorerst ohne Einschränkungen weiterlaufen, auch Online-Bestellungen bleiben möglich.
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten hängen mit der Insolvenz der Baumarktkette Hellweg zusammen. Trotz des bekannten Namens gehören die Baywa Bau- und Gartenmärkte bereits seit 2012 nicht mehr zur Baywa AG, die ebenfalls große Probleme hat. Damals verkaufte der Münchner Konzern das Baumarktgeschäft an die Hellweg-Gruppe in Nordrhein-Westfalen, die die Märkte unter dem bekannten Namen als Marke Baywa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG weiterführte. Beide Gesellschaften gehören zur selben Unternehmensgruppe und sind von der Insolvenz betroffen.
Sinkende Kaufbereitschaft ist nur einer der Gründe für die Insolvenz
Als Gründe für die Insolvenz nennt Hellweg unter anderem die anhaltende Kaufzurückhaltung der Kundinnen und Kunden, steigende Energie-, Miet- und Betriebskosten sowie Belastungen entlang der Lieferketten. Auch die schwache Baukonjunktur setzt der Branche zu.
Wie es mit den einzelnen Standorten im Süden Deutschlands weitergehen soll, ist derzeit offen. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens soll geprüft werden, ob und welche Märkte langfristig wirtschaftlich haltbar sind. Bereits Anfang des Jahres waren Filialen in Aschaffenburg und Schwandorf geschlossen worden. Entscheidungen darüber hinaus stehen bislang aus. Verbraucher sollen zunächst nichts von den wirtschaftlichen Problemen des Unternehmens mitbekommen und weiterhin in den Filialen und Online einkaufen können.
Auch andere Baumarktketten wie Bauhaus oder Hagebau stehen aktuell vor größeren Herausforderungen.