Bielefeld. Die Polizei Bielefeld bat seit Donnerstagnachmittag, 25. Juni, die Bevölkerung dringend um Mithilfe. Vermisst wurde ein siebenjähriger Junge, der sich am Hauptbahnhof mit seinen Brüdern treffen sollte. Doch dort war der Grundschüler scheinbar nicht aufgetaucht.
Wie die Polizei Bielefeld mitteilt, hatte der Siebenjährige am Donnerstag bis 12 Uhr seine Schule besucht, die Bültmannshofschule an der Kurt-Schumacher-Straße 45 (Höhe Polizeipräsidium). Anschließend sollte er eigentlich von der Schule zum Hauptbahnhof fahren, um sich dort mit seinen Brüdern zu treffen. Von dort sollte er gemeinsam mit den Brüdern nach Hause zu fahren. Doch am Bahnhof warteten seine Brüder vergebens.
Weil erste Suchmaßnahmen der Polizei ohne Erfolg blieben, veröffentlichte die Polizei Fahndungsfotos des Jungen. Um 17.50 Uhr – nur eine Stunde nach Veröffentlichung der Öffentlichkeitsfahndung – kam dann die erlösende Nachricht: Der Junge ist wieder da und ihm geht es gut“, sagte eine Polizeibeamtin der Leitstelle. Er sei schlicht in den falschen Zug eingestiegen und deshalb nicht zu Hause angekommen.
Wie die Polizei am Freitag betonte, war der Siebenjährige sehr wohl wie verabredet zum Hauptbahnhof gekommen. Doch seine Brüder fand er offenbar nicht. Also ging er zum Bahnsteig und stieg vermeintlich in den Zug nach Hause ein. Doch am Zug stand nicht etwa Brake, wo der Junge hinwollte, sondern Brakel (Kreis Höxter). Das heißt, der Siebenjährige fuhr aufgrund eines einzigen falschen Buchstabens komplett in die falsche Richtung.
Die Sorge in der Familie sei daraufhin groß gewesen. Doch nach stundenlanger Odyssee durch Ostwestfalen, tauchte der Grundschüler letztlich doch wohlerhalten wieder zu Hause auf.