„Das ist vor allem der große Verdienst von Alin Muhamed“, erklärt Dajana Meier, Vorsitzende des Vereins Neue Ufer Wuppertal, der die Wupperpaten und deren „Jugendorganisation“, die Wupperranger, ins Leben gerufen hat.

„Ich hatte vergangenes Jahr davon gelesen, dass der Biber in die Wupper zurückgekehrt ist“, erzählt die 17-jährige Schülerin, die zurzeit noch die Jahrgangsstufe 12 besucht und im kommenden Jahr das Abitur anstrebt. Elmar Weber, Gründungsmitglied des Naturwissenschaftlichen Vereins Wuppertal, hatte bereits 2017 eine erste Sichtung des Bibers oberhalb des Beyenburger Stausees gemeldet. „Aber ihm wurde nicht geglaubt“, erinnert sich die Schülerin. Dieser Artikel sei der zündende Moment gewesen. „Ich bin schon immer an Tieren und der Umwelt interessiert gewesen“. Mit dem Schuljahr 2025/26 begann der sogenannte BNE-Kurs (Bildung für nachhaltige Entwicklung) für ihre Jahrgangsstufe. Die Schüler konnten sich selbst auf ein nachhaltiges Thema festlegen und ein Projekt rund um eine Forschungsfrage erarbeiten.

„Wir wollten das Thema ‚Leben unter Wasser‘ behandeln, das war uns aber zu groß“, berichtet die Jugendliche. Also haben sie und ihr Teampartner Jusif Elhaj weiter recherchiert. „Unsere Forschungsfrage war: ‚Wie kann man Jugendliche für den Wasserschutz begeistern?’“. So sind sie auf die Wupperpaten des Vereins Neue Ufer Wuppertal gestoßen. Deren Altersstruktur sei aber höher gewesen und hätte nicht zur Forschungsfrage gepasst. Umso interessanter war dann die Entdeckung der „Jugendorganisation“ Wupperranger. Und so entstand das Bestreben, am Gymnasium Sedanstraße eine Gruppe von Wupperrangern auszubilden.

Eine kleine Gruppe von
Wupperrangern ist entstanden

„Wir haben ein halbes Jahr lang die Theorie erarbeitet“, erklärt Alin Muhamed. Dazu gehörten auch die genaue Umsetzung und auch die Zielgruppe – in diesem Fall haben sie sich speziell auf die Mittelstufe fokussiert. Sie und Jusif Elhaj sind dann durch die Klassen gegangen und haben ihr Projekt vorgestellt. Ziel war es auch, als Gruppe gemeinsam beim diesjährigen Wupperputz mitzumachen. Das klappte auch. „Wir haben sechs sehr engagierte und interessierte Schüler“, erklärt die 17-Jährige. Mittlerweile habe es schon mehrere Treffen gegeben, bei denen die Gruppe gemeinsam mit Roland Thölen, Schatzmeister des Vereins Neue Ufer Wuppertal, ans Wupperufer gegangen ist, um dort Müll zu sammeln. „Wir haben einmal sogar einen E-Scooter gefunden“, berichtet Alin Muhamed.

Dajana Meier erzählt: „Ich habe ihnen gesagt: Wenn ihr euch anstrengt und nicht nur am Wupperufer Fotos macht, besorge ich euch ein paar Vorträge.“ Das hat geklappt. Die Schülerinnen und Schüler lernten mehr über die Renaturierung der Wupper, über das System Wupper im Ganzen und was dazu auch gehört, wie etwa die Klärwerke. „Was mich überrascht hat, wie viel Mühe in die Wupper geht und wie sehr sich für die Wupper eingesetzt wird“, sagt die Schülerin.

Der Projektkurs ist auf ein Schuljahr ausgelegt. Eine Fortführung werde es vermutlich nicht geben, bedauert sie. „Es ist wirklich schade, dass es mit uns endet“, sagt sie. Dennoch freut sie sich über das Erreichte: „Es war auf jeden Fall ein Erfolg.“