Kölner Temperaturrekord geknackt
DWD vermeldet „heißesten Juni-Tag“ seit 2002
27.06.2026 – 12:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Hund genießt Wasserfontäne, die im Rahmen der Hitzeaktion „Cooling Cologne“ auf dem Rudolfplatz installiert wurden (Symbolbild): In Köln war es am Freitag sehr warm. (Quelle: Henning Kaiser/dpa)
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Am Freitag war es in Köln so heiß wie noch nie in einem Juni. Ob ein anderer, fast 80 Jahre alter Rekord, offiziell fällt, ist jedoch eine andere Frage.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat den 27. Juni 2025 als heißesten Junitag in Köln seit Beginn der Wetteraufzeichnungen bestätigt. An der Messstation am Flughafen Köln/Bonn wurden 37,5 Grad gemessen und damit der bisherige Juni-Rekord von 36,8 Grad aus dem Jahr 2002 übertroffen. Kachelmannwetter zeigte in der Zeit von 15 bis 16 Uhr sogar Temperaturen von 38 Grad für Köln an.
Ein noch älterer Rekord aus dem Stadtteil Stammheim fiel ebenfalls, gilt aber nur inoffiziell, wie „express.de“ berichtet. DWD-Meteorologe Thomas Kesseler-Lauterkorn erklärte der Zeitung, es sei „auch in Köln wie im gesamten Rheinland der heißeste Juni-Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen“ gewesen. Der Allzeit-Rekord am Flughafen von 40,3 Grad, gemessen am 25. Juli 2019, war dabei jedoch nicht in Gefahr.
In Köln-Stammheim zeigte die Ersatz-Messstation am Freitag 39,5 Grad und übertraf damit den dortigen Juni-Rekord von 37,9 Grad vom 27. Juni 1947. Doch Kesseler-Lauterkorn erläuterte das Problem: „Leider ist die DWD-Klimastation Köln-Stammheim nicht mehr in Betrieb. Zwar läuft dort eine Ersatz-Messstation, deren Werte als seriös gelten können, diese sind allerdings nicht offiziell.“ Der fast 80 Jahre alte Rekord ist damit zwar überboten, aber nicht offiziell gebrochen.
Hitze in NRW: Rekord gebrochen – Köln aber nicht am wärmsten
Den höchsten Wert in ganz Nordrhein-Westfalen registrierte am Freitag die Station in Tönisvorst mit 40,2 Grad – ein neuer Juni-Rekord für das Bundesland.
Kesseler-Lauterkorn ordnete die Hitzewelle klimatologisch ein: „Die derzeitigen Tage sind aus klimatologischer Sicht als historisch zu bezeichnen und vermitteln ein Gefühl dafür, wie unsere Klimazukunft im Sommer (nicht in jedem aber eben immer öfter) aussehen wird.“
Er ergänzte: „Wir müssen uns mit entsprechenden Maßnahmen in allen Lebensbereichen darauf einstellen. Solche Hitzeereignisse werden sich in den nächsten Jahrzehnten weiter häufen und sogar noch verschärfen. Hinweise für Planungsempfehlungen zur Anpassung an den Klimawandel wurden in einer großen Studie „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ bereits 2013 gegeben.“
In der Nacht zum 28. Juni zogen erste Hitzegewitter über NRW, besonders das Ruhrgebiet war betroffen. Eine spürbare Abkühlung brachte das aber nicht. Für den 28. Juni gilt eine Hitzewarnung. Am Abend und in der Nacht zum 29. Juni sind laut DWD erneut Gewitter mit Unwetterpotenzial möglich. Am 29. Juni sind ebenfalls Gewitter möglich, die Temperaturen sollen auf 30 bis 35 Grad zurückgehen. Ab dem 30. Juni werden laut Prognose Werte bis zu 28 Grad erwartet.
