Die US-Benzinpreise fielen um mehr als 2 % in Richtung 2,90 US-Dollar pro Gallone und spiegelten damit den Rückgang der Rohölpreise wider. Der anhaltende Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus dämpfte die Versorgungssorgen deutlich, ungeachtet erneuter Sicherheitsrisiken. In Deutschland zahlt man für einen Liter Diesel im bundesweiten Durchschnitt am Mittwochmorgen (24.06.26) nur noch 1,63 Euro je Liter und damit 26 Cent weniger als vor einer Woche und 35 Cent weniger als vor zwei Wochen. 

Am Freitagnachmittag kostet Diesel im bundesweiten Mittel etwa 1,68 Euro je Liter. Die letzten beiden Tage sind die Dieselpreise an den deutschen Tankstallen wieder leicht um 1 bis 2 Cent angestiegen. Mit den weiter fallenden Ölpreisen dürfte es allerdings erneut nach unten gehen. Der sogenannte Tankrabatt fällt jedoch wie geplant Ende Juni weg. Der Tankrabatt gilt seit dem 1. Mai. Die Koalition hatte die Spritsteuer so um knapp 17 Cent pro Liter gesenkt. 

Der Kraftstoffmarktexperte des ADAC, Christian Laberer, sagt dazu: „Es ist zu befürchten, dass die Preise (Ende Juni) in etwa um diese Summe nach oben gehen werden.“ 

Unterdessen steuerten saudi-arabische Tanker wieder das Terminal Ras Tanura an, um erstmals seit März die Exporte über den Persischen Golf wieder aufzunehmen, während Katar seine erste Rohöl-Ausschreibung nach Kriegsende veröffentlichte. In den USA stiegen die US-Benzinvorräte diese Woche um 2,064 Millionen Barrel auf 216,3 Millionen Barrel und widersprachen damit den Erwartungen eines Bestandsrückgangs. 

Dennoch lagen die Lagerbestände weiterhin 5 % unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Unabhängig davon ordnete Präsident Donald Trump eine Untersuchung der Benzinpreise auf Bundesebene an, die den nur schleppenden Rückgang der Benzinpreise an den Zapfsäulen beleuchten soll.