Der 53-Jährige, der im Verdacht steht, über Wochen Frauen Halsketten entrissen zu haben, sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Ein Richter folgte damit am Samstag, 27. Juni, einem Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach. Das berichtet die Staatsanwaltschaft gemeinsam mit der Polizei, die den 53-Jährigen Kostenpflichtiger Inhalt am Tag zuvor vorläufig festgenommen hatte, nachdem Beamte ihn auf frischer Tat ertappten.

Raub in Park an der Bruchstraße

Der Mann hat demnach in einem Mülforter Park einer 29-Jährigen im Vorbeifahren mit dem Fahrrad eine Kette vom Hals gerissen. Dabei beobachteten ihn Ermittler, die ihn bereits observierten, und griffen ein. Zuvor hatte sich der Verdacht gegen den 53-Jährigen erhärtet. Die 29-Jährige blieb unverletzt, ihre Kette ist als Beweismittel zunächst sichergestellt worden. Die Polizei durchsuchte noch am Freitag die Unterkunft des Tatverdächtigen und sicherte dort weitere mögliche Beweismittel. Die Ermittlungen, insbesondere zur Tatbeteiligung des Mannes an den weiteren Raubdelikten, dauern an.

Neun Taten von einem Täter?

Seit Pfingstmontag waren – den aktuellen Fall eingeschlossen – insgesamt neun Frauen Opfer eines unbekannten Täters geworden, der ihnen Kostenpflichtiger Inhalt in Parkanlagen oder auf Feldwegen Halsketten oder andere Wertgegenstände entriss. Die Vorgehensweise war dabei immer sehr ähnlich, auch die Personenbeschreibungen waren starke Indizien dafür, dass es sich um einen Serientäter handelt. Der verletzte seine Opfer teilweise durch Schläge oder Tritte. Der Polizei entwischte er immer wieder, obwohl die Beamten unmittelbar nach den Delikten aus der Luft (also mit einem Polizeihubschrauber) und am Boden nach ihm suchten.

Anfang Juni startete die Polizei eine Öffentlichkeitsfahndung nach dem Mann und veröffentlichte auch ein Phantombild des Verdächtigen. Diese Fahndung ist mit der Festnahme zurückgenommen. Die Polizei bedankt sich bei den Bürgern für die zahlreichen Hinweise. Diese, die Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei und Personenkontrollen im Stadtgebiet hätten letztlich zum Durchbruch – der Identifizierung des Verdächtigen – geführt.