Mit 40 von 73 abgegebenen Stimmen holte Rafael Sarlak die Mehrheit bei der Aufstellungsversammlung der CDU am Samstag, 27. Juni.

In der Halle der Bergischen Eventlocation in Wuppertal-Vohwinkel hatten Parteimitglieder in geheimer Wahl über den Kandidaten im Wahlkreis Wuppertal III – Solingen II für die Landtagswahl abgestimmt und hielten bei hohen Temperaturen diszipliniert die anderthalbstündige Veranstaltung durch.

Zweiter Kandidat war der Wuppertaler Stadtverordnete Ludger Kineke (65). Er erhielt 31 Stimmen, zwei Teilnehmer hatten mit „Nein“ gestimmt.

Rafael Sarlak, der trotz der Hitze im Anzug auftrat, engagiert sich seit 17 Jahren bei der Jungen Union, sitzt seit sechs Jahren im Solinger Stadtrat, daher kenne er kommunale Themen aus eigener Erfahrung, betonte er in seiner Vorstellungsrede.

Mit Hinweisen auf die beengten Verhältnisse der Freiwilligen Feuerwehr in Cronenberg und die Sorgen der Vohwinkler über die Zukunft der Polizeipräsenz und mögliche Veränderungen durch die Buga zeigte er, dass er unterwegs war, um auch den Wuppertaler Teil des Wahlkreises kennenzulernen.

Als Ausblick sprach er die Themen Sicherheit, Bildung und Wirtschaft an. Für mehr Sicherheit will er sich dafür einsetzen, dass der kommunale Ordnungsdienst gestärkt, Extremismus jeder Art bekämpft und gegen Organisierte Kriminalität, Sozialleistungsmissbrauch und Clankriminalität stärker vorgegangen wird. Er lobte NRW-Innenminister Herbert Reul, der Probleme anspreche, „ohne in Populismus abzudriften“.

Im Bereich Bildung nannte er die Ziele verlässlicher Unterricht, klare Standards bei Lesen, Schreiben und Rechnen, starke Lehrkräfte mit Rückendeckung und eine berufliche Bildung, die denselben Respekt erfährt wie ein Studium. Eine starke Wirtschaft ist für Sarlak „Voraussetzung für fast alles, was uns wichtig ist“. Daher müsse die Wirtschaft gestärkt werden: „Wir stehen an der Seite derer, die arbeiten, ausbilden, investieren und Verantwortung tragen.“

Für die Landtagswahl 2027 zeigte er sich optimistisch: „Ich bin überzeugt: Dieser Wahlkreis kann nach 22 langen Jahren wieder christdemokratisch werden.“ Dafür brauche es Selbstvertrauen, Geschlossenheit und neuen Mut. „Ich bin bereit, in den nächsten Monaten meine ganze Kraft und Leidenschaft in diese Aufgabe zu stecken.“

Ludger Kineke, Stadtverordneter und Steuerberater, der seit fast zwanzig Jahren in der Stadtpolitik aktiv ist, hatte für sich ebenfalls mit seiner Erfahrung in der Kommunalpolitik, zudem mit seiner Nähe zu den Menschen geworben. Er sei ansprechbar, kümmere sich und bleibe dran. Als Beispiele nannte er seinen Einsatz für Lärmschutz. Als Erfolg stellte er heraus, dass auf Teilstücken der A46 Flüsterasphalt liege, künftig am Bayer-Sportplatz Lärmschutzwände stehen sollen.

Er setze sich seit Jahren für eine bedarfsgerechte Schulbaustrategie ein, die Buga könne eine Chance fürs Bergische Land sein, insgesamt brauche es mehr bergische Zusammenarbeit. Auch für ihn ist eine funktionierende Wirtschaft zentral, er habe etwa einen Runden Tisch zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Wirtschaft initiiert.

Sarlak tritt nun für den Wuppertaler Westen, Cronenberg und den Solinger Norden an. Für den Wahlkreis Wuppertal I (Wuppertaler Osten und Ronsdorf) hat die CDU bereits Robert Gereci als Kandidaten bestimmt. Wer im Wahlkreis Wuppertal II (Mitte Wuppertals) kandidiert, wird nach den Sommerferien entschieden.