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Er niest. Und er schnäuzt mehrmals beim Training. Sommergrippe bei Alexander Zverev (29)? Der Tennis-Star trifft am Dienstag in Wimbledon in seinem Erstrundenmatch auf den Belgier Alexander Blockx (21). Hat er sich vorher etwa erkältet? Mitnichten. Der Hamburger enthüllt eine bislang bei ihm unbekannte Erkrankung: „Ich habe eine Rasenallergie.“ Das galt bei ihm bislang nur im übertragenen Sinn. Bei seinen 25 Turniersiegen ist keiner auf Rasen dabei. Bestes Resultat in Wimbledon: Achtelfinale. Und nun: Rasenallergie im medizinischen Sinn. Die hatte auch Sabine Lisicki (36). Die Berlinerin erreichte damit im Wimbledon das Finale.

Zverev: „Mir geht’s super. Für mich ist die Rasenallergie nichts Neues. Die habe ich jedes Jahr.“ Nur gesprochen hat er noch nie darüber und anzumerken war ihm in den vergangenen Jahren auch nichts. Nun ist es also raus. Und ausgerechnet jetzt schlägt die Nummer 3 der Welt erstmals als Grand-Slam-Champion bei einem Major auf.

Eines der vier großen Turniere gewinnen zu müssen, um die Karriere zu vervollständigen, diesen Druck ist der Olympiasieger von 2021 seit seinem Triumph in Paris los. Die Tenniswelt ist gespannt, ob der Deutsche nun befreit aufspielen kann und seinen Wimbledon-Fluch besiegt. Zverev: „Ich muss ehrlich zu mir selbst sein: Es fühlt sich schon anders an, mit dem Titel im Rücken. Es ist mehr Freude und irgendwo auch mehr Freiheit. Aber wenn ich auf dem Platz bin, möchte ich meinen Job machen und mein bestes Tennis zeigen.“

Handicap 2026? Ein wichtiger Glücksbringer fehlt ihm beim bedeutendsten Turnier der Welt. Oma Natalia Fateeva (78), die ihn seit April – und so auch beim Finalsieg in Paris – begleitete, musste wieder nach Hause nach Sotschi. Ihr Visum ist abgelaufen. Auch Freundin Sophia Thomalla (36) fehlt in Wimbledon, muss arbeiten und ist mit Dackel Buba zu Hause.

Alexander Zverev präsentiert sich in Wimbledon locker

Alexander Zverev präsentiert sich in Wimbledon locker

Foto: AP Photo/Kin Cheung

Dafür ist nach einer Mini-Pause Physio Timo Schall (33), der in Paris einen überragenden Einstand im Zverev-Team hatte, wieder dabei. Grand-Slam-Sieger sind sein Metier, er behandelte schon Angelique Kerber (38).

Seit Tagen werden auch in London sämtliche Hitzerekorde gesprengt. Zverev trainierte meist in der prallen Sonne, vorgestern mit dem Kanadier Félix Auger-Aliassime (25), gestern mit dem Russen Andrey Rublev (28). Auf dem gemeinsamen Weg vom Training zur Kabine fragt der BILD-Reporter den French-Open-Sieger: Gibt es für ihn keine Temperaturgrenze? Zverev: „Nein, eigentlich nicht. Donnerstag war es schon extrem, die vergangenen beiden Tage ging es.“

Einmal trainierte er auf Court 1 unter dem Dach. Zverev: „Da ist alles klimatisiert, aber auch, wenn das Dach offen ist, ist es kühler. Das ist ganz gut konstruiert.“ Zverev ist locker, lacht viel, klatscht zwischen zwei Ballwechseln Kollegen wie Arthur Fils (22) ab inklusive kleinem Plausch, winkt Emma Raducanu (23) zu. Es geht ihm offensichtlich gut, trotz Rasenallergie. Er ist bereit für weitere große Taten. Auch wenn Oma Natalia in London fehlt …