Der Iran beansprucht die Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus aufs Neue allein für sich. »Die Straße von Hormus wird innerhalb der kommenden 30 Tage wieder vollständig unter die Verwaltung des Iran gestellt«, sagte Außenminister Abbas Araghtschi bei einer Pressekonferenz in der irakischen Hauptstadt Bagdad.
Die Verantwortung für die Meerenge liege allein beim Iran, sagte Araghtschi. »Jegliche Einmischung oder der Versuch, parallele Strukturen zu schaffen, würde die Lage weiter verkomplizieren, zusätzliche Spannungen erzeugen und die Wiedereröffnung dieser strategisch zentralen Wasserstraße verzögern.« Es dürfe nicht zugelassen werden, dass das Mitte Juni mit den USA vereinbarte Rahmenabkommen von seinem
Kurs abweiche.
Iran attackierte Schiffe auf Route vor Oman
Der Iran hatte am Donnerstag und Samstag zwei Schiffe attackiert, die auf einer Route vor der Küste Omans unterwegs waren. Der Oman hatte die Route in Abstimmung mit der UN-Schifffahrtsorganisation Imo festgelegt. Der Iran verlangt, dass Schiffe ausschließlich eine Route vor der iranischen Küste nutzen.
Die Öffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt ist ein zentraler Bestandteil des jüngst vereinbarten Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran. Darin ist festgelegt, dass der Iran während der 60-tägigen Verhandlungen keine Gebühren für die Passage von Schiffen verlangen darf. Wie es danach weitergeht, soll der Iran mit dem Oman aushandeln – unter Beachtung des internationalen Rechts und Einbeziehung der Anrainerstaaten.
Der Iran hatte den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nach Beginn der Angriffe der USA und Israels faktisch zum Erliegen gebracht. Die Meerenge diente dem Iran als Druckmittel in den Verhandlungen über eine Friedenslösung im Irankrieg.
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