Bielefeld. Die Vorabwarnung des DWD für Bielefeld klang drastisch: „Ab Samstagabend ziehen schwere Gewitter über den Nordwesten Deutschlands. Dabei muss mit schweren Sturmböen bis 100 km/h, vereinzelt auch Orkanböen bis 120 km/h gerechnet werden“, hieß es in der Mitteilung. Zudem seien Starkregen und Hagel möglich.

Gleichzeitig wies der DWD darauf hin, dass nicht genau feststand, welchen Ort das Unwetter erwischt. „Gewitter mit den genannten Begleiterscheinungen treten typischerweise sehr lokal auf und treffen mit voller Intensität meist nur wenige Orte.“ Genauere Angaben zu Ort, Gebiet und Zeitpunkt des Ereignisses könnten erst mit der Ausgabe der amtlichen Warnungen erfolgen.

Und so erwischte es Bielefeld tatsächlich nicht so heftig. Zu sieben Unwetter-Einsätzen ist die Feuerwehr am Samstagabend rausgefahren. „Das waren eher kleiner Einsätze: Sturmschäden, Wasserschäden, umgekippte Bäume“, erläutert Daniel Helmig, Lagedienstführer der Bielefelder Feuerwehr, am Sonntag.

15 Meter großer Baum umgekippt

Getroffen hat es allerdings unter anderem die Bielefelderin Carmen Jarkusch. „Bei dem Unwetter gestern ist in unserem Garten eine 15 Meter hohe Salweide umgekippt, – es ist niemand zu Schaden gekommen“, schildert sie. Der Garten liege direkt an der Stadtbahnlinie eins. „Wir hatten Glück und der Baum ist nur in Nachbars Garten gefallen, hat einen Pflaumen- und Feigenbaum erwischt.“

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