Mit einer feierlichen Einsegnung durch Stadtdechant Frank Heidkamp hat das Caritas-Hospiz in Garath seinen neu gestalteten „Kairos – Raum der Stille“ eröffnet. Gäste aus dem Hospiz, Angehörige, Mitarbeitende, Ehrenamtliche sowie Förderer und Wegbegleiter nahmen am Samstag an dem kleinen Fest teil. Der Raum an der Rene-Schickele-Straße hat bereits eine mehr als 20-jährige Geschichte als Hospizkapelle. Im vergangenen Jahr wurde er auf Initiative der Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen grundlegend neu gedacht und nach ihren Vorstellungen umgestaltet.
„In einem Hospiz geht es immer um weit mehr als um Räume“, betonte Anna Gockel-Gerber, Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes Düsseldorf. „Es geht um Orte, an denen Menschen in einer besonders sensiblen Lebensphase Fürsorge, Nähe und Begleitung erfahren.“ Der neu gestaltete Raum sei ein sichtbares Zeichen dafür, wie der Verband seine Aufgabe verstehe: Lebensräume schaffen, in denen alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Lebensgeschichte, Alter oder Gesundheitszustand – willkommen sind und Würde, Menschlichkeit und Respekt erfahren.
Mit dem Kairos-Raum verfügt der Caritasverband Düsseldorf inzwischen über zehn Kapellen beziehungsweise „Räume der Stille“ in seinen Einrichtungen. Sie ergänzen Pflege, Betreuung und Beratung um einen Ort, an dem Menschen innehalten, beten, nachdenken oder einfach zur Ruhe kommen können. Der Name „Kairos“ stammt dabei aus dem Griechischen und beschreibt Augenblicke, das Gegenteil des chronologischen Zeitverständnisses.
Die Neugestaltung wurde von einer interdisziplinären Projektgruppe aus Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen des Hospizes entwickelt und umgesetzt. Ermöglicht wurde das Projekt durch die Unterstützung des Fördervereins des Hospizes sowie weiterer Förderinnen und Förderer. Ein besonderer Blickfang des Raumes ist ein Kunstwerk von Petra Flachsenberg, das sie dem Hospiz geschenkt hat.
Der „Raum der Stille“ steht künftig den Menschen im Hospiz und auch allen Nachbarinnen und Nachbarn offen – ganz unabhängig von ihrer religiösen Prägung. „Er soll ein Ort sein, an dem Gespräche entstehen, Kraft geschöpft werden kann und Menschen erfahren, dass sie mit allem, was sie bewegt, willkommen sind“, teilt der Caritasverband mit.