Anlässlich ihres Festwochenendes zum 100-jährigen Bestehen im Mai haben die Musiker des Tambourkorps Germania Willich fleißig Spenden gesammelt. 4000 Euro kamen zusammen, die mittlerweile auch schon einem guten Zweck zugeführt wurden. „Als ein Mitglied des Tambourkorps Ihr Hospiz in Erinnerung an unseren zu früh verstorbenen Leiter Guido Bohn als Spendenzweck vorschlug, waren wir uns alle einig: Das ist richtig – es gab keinen Gegenvorschlag“, sagt Geschäftsführer Stefan Gehlen, der jetzt gemeinsam mit dem Vorsitzenden Roman Smolarek, dem zweiten Vorsitzenden Markus Berger, dem Jubiläums-Organisator Said Mohamud und Jubiläums-Schirmherr Guido Görtz an Alexander Henes, Gesamtleiter Hospiz Krefeld, die Spende überreichte. Darüber informiert die Hospiz-Stiftung Krefeld.
Von vorneherein sei klar gewesen, dass die Musiker keine Geschenke für die eigene Verwendung haben wollten, sondern dass das Wochenende einem guten Zweck gewidmet sein sollte, berichteten die Besucher demnach. Im Krefelder Hospiz am Blumenplatz habe Guido Bohn seine letzte Lebensphase verbrachtet – so sei das Korps in Kontakt zu dem Thema Hospiz-Arbeit gekommen. „Unsere Gäste haben unsere Idee fantastisch mitgetragen. Die Spenden-Sammeltrommel war schon beim Jubiläumskonzert des Korps mit den Kleinenbroichern am Freitagabend voll“, erzählten Mohamud und Gehlen. „Auch beim Frühschoppen am Sonntag haben wir – mit moralischer Verstärkung unserer Kinder – noch eine schöne Summe gesammelt.“ Die Kleinenbroicher hätten für den guten Zweck kostenlos gespielt und einen anderen Termin abgesagt.
Henes dankte den Tambourkorps-Mitgliedern und schilderte, warum Spenden in der Hospiz-Arbeit so wichtig sind: Hospize erhielten für einen Gast immer nur 95 Prozent des Pflegesatzes, den Rest sowie alle unterstützenden Angebote und Therapien müssten sie über Spenden finanzieren. „Wir müssen uns immer wieder auf Veränderungen einstellen: Heute kommen auch Gäste mit digitaler Ausrüstung, da brauchen wir Glasfaser, weil eine 1000er-Leitung zum Streamen für alle nicht reicht.“ Ebenso sei der Garten für die Gäste und ihre Angehörigen ein sehr beliebter Aufenthaltsbereich, die Unterhaltung koste aber Geld.